Brennende Autos und mehrere Festnahmen

Erneut Ausschreitungen in Pariser Vorstadt nach Polizeigewalt

Paris - Nach der Misshandlung eines jungen Schwarzen durch Polizisten hat es in einer Pariser Problemvorstadt erneut Ausschreitungen gegeben. Mehr als 20 Personen wurden festgenommen.

Nach vorläufigen Polizeiangaben wurden in Aulnay-sous-Bois in der Nacht zu Dienstag rund zehn Autos in Brand gesetzt, auch zwei Restaurants wurden durch Flammen beschädigt. Die Polizei nahm 24 Menschen fest.

Die brutale Festnahme eines 22-Jährigen in Aulnay-sous-Bois sorgt in Frankreich schon seit mehreren Tagen für Empörung. Polizisten, die den Mann des Drogenhandels verdächtigten, verletzten ihn mit Schlagstockhieben schwer. Ein Polizist soll ihm einen Schlagstock in den After gerammt haben. Gegen die vier beteiligten Polizisten wurden Ermittlungsverfahren eingeleitet, gegen einen von ihnen wegen Vergewaltigung.

In den Nächten nach dem Vorfall gab es wiederholt Ausschreitungen im nördlich von Paris gelegenen Aulnay-sous-Bois. Polizisten wird immer wieder vorgeworfen, in Problemvorstädten äußerst hart vorzugehen, insbesondere gegen Jugendliche und junge Männer aus Einwandererfamilien.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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