Gefährliches Spektatel

Erneut Verletzte bei Stiertreiben in Pamplona

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Das Fest zieht zahlreiche Zuschauer an, doch die Stierhatz ist auch gefährlich.

Pamplona - Beim traditionellen Stiertreiben im spanischen Pamplona sind vier Menschen verletzt worden.

Nach Angaben der Organisatoren wurde bei der Stierhatz am Montagmorgen ein 22-jähriger Spanier von einem Stierhorn am Bein durchbohrt, ein weiterer Mann erlitt eine Horn-Stichverletzung am Unterleib. Zwei weitere Teilnehmer wurden am Knie und am Kopf verletzt. Insgesamt wurden damit in diesem Jahr bereits zehn Teilnehmer von Stierhörnern aufgespießt, dutzende weitere Läufer erlitten Prellungen und Schnittwunden. 

Das neuntägige San-Fermín-Fest zieht jedes Jahr hunderttausende Besucher aus dem In- und Ausland an. Vor allem junge Männer, die sich mit Sangria und Wein Mut antrinken, suchen in den Straßen Pamplonas den Nervenkitzel. Im vergangenen Jahr besuchten fast 1,3 Millionen Menschen das Festival, mehr als die Hälfte davon aus dem Ausland. 

Die Stierhatz mit sechs Stieren beginnt jeden Morgen um 08.00 Uhr und dauert nur wenige Minuten. Die Tiere werden dabei durch die engen Gassen der Stadt bis in die Arena getrieben, wo sie später von den Torreros getötet werden. Seit 1911 kamen bei dem Fest 15 Menschen ums Leben. Zuletzt erlitt ein 27-jähriger Spanier vor sechs Jahren tödliche Verletzungen, als ein Stier ihm seine Hörner in Nacken, Herz und Lunge rammte. Das Festival wurde unter anderem durch Ernest Hemingway in seinem Roman "Fiesta" verewigt.

AFP

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