EHEC-Erreger auf bayerischem Salat entdeckt

Fürth - Beunruhigende Nachrichten: Nachdem Sprossen als Quelle für EHEC identifiziert wurden, ist der Darmkeim jetzt erstmals auf bayerischem Salat gefunden worden.

Der Keim habe sich auf Lollo Rosso-Salat eines Fürther Gemüseerzeugers befunden. Bislang gebe es jedoch keine Erkenntnisse, dass es sich um den in Norddeutschland gefundenen, aggressiven Erreger-Typ handele, an dem bislang mindestens 36 Menschen gestorben sind, betonte das bayerische Landesamt für Gesundheit- und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Montag in Erlangen. “Es gibt keine epidemiologischen Erkenntnisse, die einen Zusammenhang mit dem Geschehen in Norddeutschland nahelegen könnten“, heißt es in einer Mitteilung des Landesamtes.

Das Ergebnis der exakten Typisierung des EHEC-Keims werde erst Ende der Woche vorliegen. Die Behörden analysierten inzwischen die Lieferwege der Ware. Vorhandene Ware sei gesperrt, die Behörden in Bund und Ländern informiert worden.

Auf den EHEC-Erreger waren Kontrolleure im Rahmen eines landesweiten Sonderuntersuchungsprogramms gestoßen. Der bayerische Umweltminister Markus Söder (CSU) hatte das Programm angeordnet, um gegebenenfalls Entwarnung für bayerisches Gemüse geben zu können. Von den 617 untersuchten bayerischen Gemüse-Proben sei nur die in Fürth mit EHEC belastet.

Unklar war, ob sich die Zahl der EHEC-Erkrankungen in Bayern über die Pfingstfeiertage erhöht hat. Auf der LGL-Internetseite standen zuletzt 18 schwere EHEC-Erkrankungen mit der schweren Verlaufsform HUS und ein Verdachtsfall. Die Zahl ist damit seit Mitte vergangener Woche stabil. Darüber hinaus seien der Behörde 93 EHEC-Erkrankungen ohne schweren Verlauf gemeldet worden. Allerdings bezogen sich die Angaben auf den Stand vom vergangenen Freitag.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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