100 Jahre Kriegsbeginn

Der Erste Weltkrieg 1914 bis 1918: Eine Chronik

Erster Weltkrieg 1914 1918
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Der Erste Weltkrieg gilt als "Urkatastrophe" des 20. Jahrhunderts. Zwischen 1914 und 1918 sterben weltweit rund neun Millionen Soldaten und sechs Millionen Zivilisten. In Europa stürzen Monarchien, in Russland entsteht die Sowjetunion und in vielen Ländern müssen die Grenzen neu gezogen werden. Das ist die Chronik des Ersten Weltkriegs.  
Erster Weltkrieg 1914 1918
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Europa im Sommer 1914 gleicht einem Pulverfass: Dem Deutschen Reich und seinem Verbündeten, dem Kaiserreich Österreich-Ungarn, steht ein Machtblock aus England, Frankreich und Russland gegenüber. Zahlreiche Konflikte zwischen den beiden Blöcken schaukeln sich seit Jahren hoch.
Erster Weltkrieg 1914 1918
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Das Deutsche Reich (Foto: Kaiser Wilheilm II.) fordert England mit einer gigantischen Marine-Aufrüstung heraus. Frankreich hat die Niederlage gegen Deutschland im Krieg 1870/71 und den Verlust Elsaß-Lothringens ans Reich nie verwunden. Zudem beäugen die Verbündeten misstrauisch den enormen wirtschaftlichen Aufstieg des Deutschen Reichs.  
Erster Weltkrieg 1914 1918
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Österreich-Ungarn will seine Macht auf dem Balkan vergrößeren. In Bosnien-Herzegowina (seit 1908 unter österreichischer Kontrolle) kämpfen serbisch-stämmige Rebellen und Terroristen für die Unabhängigkeit von der Donaumonarchie. Russland wiederum sieht sich als Schutzmacht des unabhängigen Staates Serbien.
Erster Weltkrieg 1914 1918
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Die Ermordung des österreichisch-ungarischen Thronfolgers Franz Ferdinand in der bosnischen Hauptstadt Sarajewo am 28. Juni 1914 ist jener verhängnisvolle Funke, der das europäische Pulverfass zum Explodieren bringt. Das Foto zeigt den Thronfolger und seine Frau kurz vor dem Attentat.
Erster Weltkrieg 1914 1918
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Die tödlichen  Schüsse feuert der Student Gavrilo Princip ab (19 Jahre, Foto seiner Gefangennahme). Mit dem Attentat wollen die von Russland unterstützten serbischen Panslawisten ihre Forderung nach einem unabhängigen serbischen Nationalstaat bekräftigen.
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Schnell wird klar, dass der Attentäter Princip vom serbischen Geheimdienst unterstützt wurde. Österreich-Ungarn fordert Vergeltung.
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In Wien drängt das Militär auf einen schnellen Vergeltungsschlag gegen Serbien. Berlin bekräftigt Anfang Juli seine "Bündnistreue" gegenüber Österreich-Ungarn. Das Deutsche Reich liefert sich damit dem Vorgehen des österreichischen Kaisers Franz Joseph und seiner Militärs aus. Letztere brennen schon auf einen Krieg gegen das aufmüpfige Serbien.
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Der deutsche Kaiser will den europäischen Krieg nicht. Andererseits bleibt Wilhelm II. passiv gegenüber den Kriegsplänen Österreich-Ungarns. Nach der Kriegserklärung Wiens an Serbien am 28. Juli greifen innerhalb weniger Tage alle Bündnisvereinbarungen der europäischen Verbündeten. In ganz Europa rollen die Mobilmachungen an.

Der Erste Weltkrieg (1914 bis 1918) verändert das Gesicht Europas. Hier finden Sie die wichtigsten Daten der Kriegsjahre sowie Karten mit den wichtigsten Entwicklungen.

Der erste Weltkrieg brach mit dem Attentat von Sarajewo am 28. Juni 1914 aus und dauerte bis zum November 1918. Im Juni 1919 legten der Friedensvertrag von Versailles im Besonderen und die Pariser Friedenskonferenz im Allgemeinen den Grundstein für die Nachkriegsordnung. Di sollte sich bald als höchst brüchig erweisen.

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