Unglaublich: Komplettes Gesicht transplantiert

New York - Bei einem schrecklichen Unfall hatte Dallas Wiens vor zweieinhalb Jahren sein komplettes Gesicht verloren. In einer einmaligen Operation wurde dem 25-Jährigen nun ein neues Gesicht transplantiert.

Dallas Wiens: Rechts vor seinem schrecklichen Unfall, links danach.

Die Operation war bereits in der vergangenen Woche im Brigham and Women's Hospital in Boston, wie der “Boston Globe“ am Montag meldete. Empfänger ist ein heute 25 Jahre alter Mann, dessen Gesicht vor zweieinhalb Jahren von einem schweren Stromschlag völlig verbrannt worden war. Genau ein Jahr zuvor war in Spanien zum ersten Mal überhaupt ein komplettes Gesicht verpflanzt worden.

Einmalige OP: Dallas Wiens bekommt ein neues Gesicht

Unglaubliche OP: Komplettes Gesicht transplantiert

Der Techniker Dallas Wiens war mit seinem Hubwagen in eine Stromleitung geraten. Der Texaner hatte weder Nase noch Lippen oder andere markante Merkmale eines Gesichtes, lediglich ein Teil seines Kinns hatte den Unfall überstanden. Wiens hatte im Gegensatz zu dem Patienten in Spanien gut sprechen können und sich auch in Videos zu der bevorstehenden Operation geäußert.

“Die Operation ist großartig verlaufen“, sagte Bohdan Pomahac, der leitende Mediziner. “Wir haben Neuland betreten und möglich wurde das durch dieses großartige Team von Ärzten, Anästhesisten und Schwestern, ein Team von Helden.“ Das Gesicht sei wie eine Maske von dem anonymen Spender abgelöst und übertragen worden. “Diese Familie hat das größte Geschenk gegeben, das man sich vorstellen kann: Die Organe eines geliebten Menschen.“

Pomahac, erfahrener Transplantationsmediziner, dankte Wiens für seinen Mut und seine Stärke. Das Gesicht sei in der 15-stündigen Operation so übertragen worden, dass Wiens es nutzen und bewegen könne. Auch der Großvater des Texaners trat in Boston vor die Presse. “Ich danke allen, die mit ihren Händen oder ihren Gebeten geholfen haben. Dieser Tag ist ein unglaubliches Erlebnis. Sie alle haben sein Leben gesegnet.“

dpa

Rubriklistenbild: © dpa/ap

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