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ESC 2022: Wie funktioniert die Punktevergabe beim Finale in Turin?

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Von: Alina Schröder

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Barbara Schöneberger verkündet seit einigen Jahren als sogenannte „Spokesperson“ die ESC-Punkte für Deutschland. (Archivbild)
Barbara Schöneberger verkündet seit einigen Jahren als sogenannte „Spokesperson“ die ESC-Punkte für Deutschland. (Archivbild) © Lana Yassi/Imago

2022 findet das ESC-Finale in Turin statt. Wer am Ende die meisten Punkte hat, geht als Sieger aus der Show. Die Vergabe unterliegt strengen Regeln.

Turin – Nachdem das letzte Finale des Eurovision Song Contest (ESC) im niederländischen Rotterdam stattgefunden hatte, wird das Event in diesem Jahr in Turin ausgetragen. Die italienische Rockband Måneskin konnte mit dem Song „Zitti e buoni“ den Sieg für ihr Heimatland Italien einheimsen und legten somit auch das Gastgeberland für den Contest 2022 fest. Auch müssen sich die 40 Teilnehmenden nach den nationalen Vorentscheiden zunächst in zwei Halbfinals behaupten, am 10. Mai und 12. Mai.

Eurovision Song Contest (kurz: ESC)\t
Originaltitel:Grand Prix Eurovision de la Chanson
Erstausstrahlung:\t24. Mai 1956
Veranstalter:Europäische Rundfunkunion (EBU)
Austragungsort 2022:Turin
Anzahl der Teilnehmenden:40 Nationen

Am 14. Mai findet dann das große ESC-Finale statt, was live im TV sowie im Stream verfolgt werden kann. Die Punktevergabe, deren Verkündung am Ende der Show live auf der Bühne passiert, entscheidet schließlich über die Siegerin oder den Sieger und unterliegt bestimmten Regularien.

ESC-Finale in Turin: Punkte setzen sich aus Jury- und Zuschauerstimmen zusammen

Beim Song Contest setzen sich die Punkte für die ESC-Kandidaten für den Sieg sowohl aus der Wertung der Ländervertreter als auch aus der Zuschauerwahl zusammen. Die Gewichtung ist dabei allerdings nicht zwingend gleich, sondern für jedes Teilnehmerland von der Europäischen Rundfunkunion (EBU), dem Ausrichter des ESC, vorgeschlagen und durch die Vertretung aller am ESC teilnehmenden nationalen TV-Sender abgesegnet.

Sängerin Laura Pausini, Moderator Alessandro Cattelan und Musiker Mika bilden das Moderatoren-Trio, das am 14. Mai offiziell in Turin durch den Abend führt, die Punktevergabe moderieren und am Ende auch die Siegerin oder den Sieger verkünden. Die von Deutschland verteilten Punkte gab in den letzten Jahren immer Barbara Schöneberger bekannt. Bereits sieben Mal wurde die 48-Jährige von der Bühne auf der Reeperbahn in Hamburg in das jeweilige Austragungsland des ESC live zugeschaltet.

Schöneberger dürfte diese Funktion auch beim Eurovision Song Contest 2022 wieder übernehmen. Bevor das große Finale startet, wird sie jedoch ab 20.15 Uhr mit der Show „Countdown für Turin“ in der ARD auf den ESC-Abend hinführen. Für Deutschland reist der junge Musiker Malik Harris für den ESC 2022 in Italien an.

Punkte beim ESC 2022: Stimmen für eigenes Land ist nicht möglich

Das Abstimmungsverfahren des Eurovision Song Contest hat seit dem Jahr 2016 Bestand. Die Bewertungen von Jury und Zuschauer werden getrennt voneinander preisgegeben, den Anfang macht die ESC-Jury. Doch, bei all dem Patriotismus im Wettbewerb gilt: An das eigene Land können keine Punkte im Voting vergeben werden - dies wäre nur aus dem Ausland möglich.

Nachdem alle ESC-Songs einmal aufgeführt wurden, werden die Leitungen für das TV-Publikum freigeschaltet und die Fachjury hat Zeit, sich zu beraten. Das internationale Publikum kann dann mit der zweistelligen Endnummer der jeweiligen Kandidatin oder des Kandidaten innerhalb einer bestimmten Zeitspanne per SMS, Telefon oder ESC-App für die Favoritin oder ihren Favoriten abstimmen. Sobald die Leitungen geschlossen sind, verkünden die sogenannten„Spokespersons“ jedes Landes die Punkteverteilung der Jury.

Zuschauerpunkte können ESC-Sieg 2022 entscheiden

Aus der nationalen Stimmenverteilung ergibt sich schließlich eine „Top Ten“ der am besten bewerteten Länder. Der erste Platz kann die allseits bekannten 12 Punkte ergattern, für den zweiten Platz gibt es 10 Punkte und für den dritten Platz acht Punkte. Zunächst werden jedoch die niedrigeren Punktezahlen, von eins bis sieben, an die jeweiligen teilnehmenden Länder verteilt.

Sobald alle Länder ihre Jury-Bewertung verkündet haben, folgt die Punktevergabe durch das Zuschauervoting. Die Publikumspunkte werden aus allen abstimmenden Ländern schlussendlich zusammengerechnet und durch die ESC-Moderatorinnen und -Moderatoren in Turin verkündet. Hier kann sich die bisherige Platzierung noch einmal erheblich verändern: Länder können dadurch noch einmal mehrere hundert Punkte gut machen und den Vorsprung weiter ausbauen.

Gestartet wird mit dem Land, das am wenigsten Punkte auf sich vereinen konnte. Durch das Zusammenrechnen aller Punkte wird die Siegerin oder der Sieger des Wettbewerbs am Ende verkündet. (as)

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