Eschensterben gefährdet Bestände in Europa

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Ein aggressiver Pilz sorgt europaweit für massenhaftes Eschensterben. Foto: Patrick Pleul

Der Eschenbestand in Europa ist gefährdet. Grund dafür ist ein agressiver Pilz, gegen den Forscher bislang machtlos sind. Und auch eine Käferart könnte den Bäumen in Deutschland bald zusetzen.

Hannover/Braunschweig (dpa) - Ein parasitärer Pilz sorgt in Europa derzeit für ein massives Absterben von Eschen. Auch Deutschland sei davon bereits seit einigen Jahren betroffen, sagte Gerlinde Nachtigall vom Julius Kühn-Institut in Braunschweig, dem Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen.

Bei dem Erreger, der die Bäume erkranken und schließlich sterben lässt, handelt es sich demnach um eine Nebenfrucht des sogenannten Falschen Weißen Stängelbecherchens - ein Pilz, der ursprünglich nur in Asien bekannt war. Er überträgt sich unter anderem über die Luft und sei deshalb nicht zu bekämpfen, sind sich Forscher einig. Die Esche gehört wegen ihrer hohen Holzqualität zu den Edellaubhölzern.

In anderen Teilen Europas droht der Esche noch von einer anderen Seite Gefahr. Den Eschenprachtkäfer fürchteten die Forstleute und Forstwissenschaftler enorm, sagte Nachtigall. Er bahne sich derzeit seinen Weg über Russland nach Europa. Bislang sei der Käfer in Deutschland aber noch nicht aufgetaucht.

Informationen zum Eschentriebsterben in Europa (Englisch)

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