Kein TV-Streich

"Guten Tag, ich möchte meine Drogen abgeben" - 28-Jährige überrascht auf Polizeiwache

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Bei der Bundespolizei in Essen abgegebene Drogen.

Der Polizei die Arbeit abgenommen hat am Montagabend eine 28-jährige Frau am Essener Hauptbahnhof. Was sie auf der Wache melden wollte, hielten die Beamten zunächst für einen Streich mit einer versteckten Kamera.

Essen - Die Frau erschien gegen 23 Uhr in der Wache der Bundespolizei. Dann griff sie in ihre Handtasche und packte Marihuana und einen fertigen Joint auf den Tresen der Wache. Sie wolle diese offiziell abgeben. Das meldet die Bundespolizeidirektion Sankt Augustin.

Von der Situation zunächst etwas irritiert überprüften die anwesenden Polizisten, ob nicht irgendwo ein Team des TV-Formats "Versteckte Kamera" auf der Lauer lag. 

Verfahren wegen unerlaubten Drogenbesitzes

Nachdem dies eindeutig nicht der Fall war, stellten die Beamten die insgesamt 7,5 Gramm Marihuana und einen Joint sicher. Sie informierten die hilfsbereite Gelsenkirchenerin darüber, dass gegen sie nun ein Strafverfahren wegen unerlaubten Drogenbesitzes eingeleitet würde.

Offenbar hatte sich die junge Frau ganz bewusst dazu entschieden, den Weg zur Wache zu gehen: Sie erklärte kurz darauf, dass sie gesundheitliche Probleme habe und einen Arzt benötige

Daraufhin wurde sie mit einem Rettungswagen in eine Essener Klinik eingeliefert.

Lesen Sie auch: 24-Jähriger zeigt Einbruch an - und wird wegen eines besonderen Duftes selbst verhaftet

Hintergrund: Cannabis unterliegt dem Betäubungsmittelgesetz. Erwerb, Besitz, Handel und Anbau sind daher strafbar. Das Führen von Fahrzeugen unter dem Einfluss von Cannabis ist verboten. 

Weltweit konsumieren 181,8 Mio. Menschen zwischen 15 und 64 Jahren Cannabis aus nicht-medizinischen Gründen, 13,1 Mio. Menschen gelten als abhängig (2014, Link zum Thema).

Immer anerkannter ist der medizinische Einsatz von Cannabis vor allem in der Schmerztherapie: Kaufunger muss leiden, weil Krankenkasse Cannabis-Therapie verweigert

Dieses Video ist ein Inhalt der Videoplattform Glomex und wurde nicht von der HNA erstellt.

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