Dieses Bikini-Mädchen begeistert auf Facebook

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Schnappschuss mit Folgen: Dieses Foto gefällt mehr als 80 000 Menschen.

Damit hatte Linda-Marie Nilsson nicht gerechnet: Ende Juli postete die 20-jährige Schwedin ein Foto von sich im Bikini. Das ist in der Sommer-Sonne-Urlaubs-Saison eigentlich nichts Bemerkenswertes. Eigentlich.

Denn Linda-Marie Nilsson ist nicht gertenschlank. „Die, die ein wenig fülliger sind, so wie ich, wählen für gewöhnlich ein anderes Motiv“, so Nilsson gegenüber der schwedischen Lokalzeitung „The Local“.

Das, was einsetzte, kann man getrost als digitalen Sandsturm bezeichnen: Bereits wenige Stunden nach der Veröffentlichung hatten mehrere tausend Menschen den „Gefällt mir“-Knopf gedrückt. Binnen eines Tages schwoll die Zahl auf 60.000 an. Derzeit hat das Bild über 80.000 Fans und 2000 Kommentare. Die meisten Reaktionen sind - positiv.

Und auch das ist bemerkenswert. Denn in Zeiten, in denen sich viele junge Frauen danach sehnen, dünn wie Lena Gercke zu sein, sind Fälle von Mobbing in sozialen Netzwerken nicht selten: Nach einer neuen Studie war jedes zehnte Mitglied eines sozialen Netzwerks schon mal Opfer.

Dieser Gefahr dürfte sich Linda-Marie Nilsson bewusst gewesen sein, denn es ist nicht das erste Mal, dass die Nachwuchsjournalistin die Themen Körper und Schönheit aufs digitale Tableau hebt: Neben Bildern von Shoppingtouren, ihrem Abschlussball, Weihnachten und Nachmittagen mit Freunden stellte sie immer wieder Bilder von sich in ihrem Blog ein.„Ich will nicht meinen Körper zeigen. Vielmehr will ich darstellen, dass jeder Körper gleich schön ist und man sich auch dann lieben kann, wenn andere einen kritisieren“, schreibt sie.

Sie weiß, wovon sie schreibt: Missglückte Diätversuche, Hänselei, Selbsthass und Scham - all diese Erfahrungen hat sie zur Genüge gemacht und doch den Mut aufgebracht, an die Öffentlichkeit zu gehen. Sie kann ihren Körper mittlerweile akzeptieren, sagt Linda-Marie Nilsson. „Doch ich musste weinen, als ich die E-Mails von Jungs und Mädchen las, die gelitten haben, weil sie sich ihrer Körper schämten.“ Ein Thema, das nach der Strandsaison nicht verschwinden wird. (tat)

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