Europol: Cyber-Kriminelle werden immer aggressiver

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Cybercrime wird in Europa zunehmend zur Bedrohung. Foto: Lex van Lieshout, dpa

Ob Betrug, Diebstahl, Erpressung, Geldwäsche oder Kinderpornografie: Kriminalität hat sich längst auch ins Internet verlagert. Experten von Europol beraten jetzt über Strategien im Kampf gegen Cybercrime.

Den Haag (dpa) - Cyber-Kriminelle werden nach Angaben von Europol aggressiver. Vor allem Fälle von Erpressung im Internet nähmen erschreckend zu, warnte die europäische Polizeibehörde zum Auftakt einer internationalen Expertenkonferenz in Den Haag.

Immer mehr Bürger und Betriebe in Europa würden Opfer von Hacker-Attacken. "Cybercrime ist eine Wachstumsindustrie", heißt es in dem Bericht über organisiertes Verbrechen.

Verbrechen im und über das Internet würden zu einer zunehmenden Bedrohung für Europa, warnen die Ermittler. Kriminelle infizierten Datenbestände, kontrollierten sie oder stählen in großem Stil Daten. Sie missbrauchten das Internet für Betrug, Diebstahl, Erpressung, Geldwäsche oder Kinderpornografie. 

Hinter den Angriffen auf Computer und dem Daten-Diebstahl bei Unternehmen, Behörden oder Privatleuten stünden oft organisierte Verbrecherbanden. Diese kauften sich im Internet die Dienste professioneller Hacker.

Gerade Europa sei wegen seiner entwickelten digitalen Infrastruktur und wegen des wachsenden Handels übers Internet besonders gefährdet, betont Europol. Immer mehr Apparate wie Handys, Tablets, TV oder Autos sind mit dem Internet verbunden.

Bei der internationalen Konferenz beraten rund 300 Experten von Europol und Interpol über wirksame Strategien gegen die Internet-Kriminalität. Sie arbeiten zudem mit Sicherheitsexperten großer Internetunternehmen und dem finanziellen Sektor zusammen.

Europol

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