Ex-Stasi-Häftling bricht Aktion gegen das Vergessen ab

holzapfel
+

Berlin - Er wollte ein Zeichen gegen das Vergessen setzen - nun musste der frühere Stasi-Häftling Carl-Wolfgang Holzapfel (65) seine alte Gefängniszelle in Berlin vorzeitig verlassen.

“Ich fühlte mich psychisch nicht mehr in der Lage, diese Aktion weiter fortzusetzen“, teilte Holzapfel am Sonntag über seine Projektpartnerin Franziska Vu zum Abbruch der Internet-Kunstaktion „24/7 Stasi-Live-Haft" mit.

20 Jahre nach dem Mauerfall wollte der Pensionär an jene erinnern, die unter dem SED-Regime gelitten haben. Dazu war er am Donnerstag an seinen Leidensort in Hohenschönhausen zurückgekehrt, wo er eine Woche lang in der Zelle 207 der heutigen Gedenkstätte verbringen und sich rund um die Uhr von einer Webcam filmen lassen wollte. Nach Angaben einer Mitarbeiterin der heutigen Gedenkstätte reagierten viele Besucher negativ auf das Kunstprojekt.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.