Im Dampfbad

Während „Honig-Anwendung“: Erneut sexuelle Belästigung in beliebtem Schwimmbad - neue Details bekannt

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Das Freizeitbad Miramar in Weinheim. (Archivbild)

Am Montagnachmittag bestätigt das Miramar, dass erneut zwei Frauen zum Opfer sexueller Belästigung wurden. So dreist soll der Exhibitionist vorgegangen sein:

Weinheim - Am Samstag werden zwei junge Frauen im Alter von 24 und 26 Jahren Opfer eines Exhibitionisten im beliebten Freizeitbad Miramar in Baden-Württemberg. In einer Mitteilung am Montag äußert sich ein Sprecher des Miramar.

Wie HEIDELBERG24 berichtet, habe der 50-jährige Mann während einer „Honig-Anwendung“ im Dampfbad am Samstag an sich selbst manipuliert. Zwei weibliche Gäste (24 und 26), hätten daraufhin das Bad verlassen und der Angestellten, die zuvor die Anwendung durchgeführt hatte, Bescheid gegeben.

Insgesamt seien vier Frauen aus dem Raum Mainz von der exhibitionistischen Tat betroffen gewesen, zwei davon indirekt. Dabei habe er die beiden immer wieder angeschaut, schreibt die Polizei in einer Pressemitteilung. Die direkt betroffenen Frauen hätten Strafanzeige erstattet.

Als diese das Dampfbad verlassen, um duschen zu gehen, folgt er ihnen auch noch. Dann rufen sie einen Mitarbeiter des Schwimmbads dazu, die den 50-Jährigen bis zum Eintreffen der Polizei festhalten.

Der Tatverdächtige wird zunächst zur Dienststelle gebracht und nach erkennungsdienstlicher Behandlung sowie Erhebung einer DNA-Probe wieder auf freien Fuß gesetzt. Das Kriminalkommissariat Mannheim ermittelt gegen ihn wegen Verdachts der exhibitionistischen Handlungen.

Miramar greift knallhart durch

Das Miramar reagiert mit Hausverbot und einer Geldstrafe: „Wir bleiben bei unserer Null-Toleranz-Haltung. Solche Vorfälle sind noch nie geduldet worden und werden das heute und in Zukunft auch nicht. Jeder Fall kommt zur Anzeige“, äußert sich Mpramar-Geschäftsführer Marcus Steinhart zu dem Vorfall. „Wie bei vergangenen Vorfällen auch, haben unsere Mitarbeiter besonnen reagiert, die Polizei informiert und den Tatverdächtigen einer möglichen Strafverfolgung zugeführt. Weiter wurde ein unbegrenztes Hausverbot ausgesprochen und ein Verwarnungsgeld in Höhe von 200 Euro eingezogen.“

Trotz neues Sicherheitskonzepts

Erst im Juli hat das Bad ein neues Sicherheitskonzept vorgestellt. Neben einer erneuten Schulung aller Mitarbeiter soll die Zahl der Bademeister aufgestockt und ein ehemaliger Polizist als Sicherheitsfachmann angestellt worden sein.

Darüber hinaus gebe es ein eigenes Sicherheitspersonal – in hochfrequentierten Besucherzeiten werde zudem ein privater Sicherheitsdienst beschäftigt, der ausschließlich mit Kontrollgängen beschäftigt sei. 

Mehrere Übergriffe im Freizeitbad

Rund einen Monat nach einem schrecklichen Übergriff, bei dem ein 25-jähriger Mannheimer eine 49-jährige Frau im FKK-Bereich brutal attackiert und anschließend vergewaltigt hat, kommt es in dem Bad erneut zu einem sexuellen Übergriff. Diesmal wird eine 56-Jährige in einem Whirlpool im FKK-Bereich Opfer einer Vergewaltigung. Wenig später wird ein 48-jähriger Mann vorübergehend festgenommen. Ein weiterer ähnlicher Fall ereignet sich im März diesen Jahres.

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*HEIDELBERG24 ist Teil des Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

jab/pol

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