Leichter Aufwärtstrend

Experten: Seehundbestände im Wattenmeer stabil

Seehunde auf Langeoog
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Wissenschaftlern zufolge steigt die Seehund-Population im Wattenmeer leicht an. Foto: Sina Schuldt/dpa

Wilhelmshaven (dpa) - Der Bestand an Seehunden im Wattenmeer ist nach Schätzungen von Experten stabil. Die Zahl der Tiere werde im dänisch-niederländisch-deutschen Wattenmeer auf 41.700 geschätzt, teilte das Wattenmeersekretariat in Wilhelmshaven mit. Das sind rund 900 Tiere mehr als im vergangenen Jahr.

Insgesamt setze sich damit ein Trend seit 2012 fort, wonach die Population minimal wächst. Die Wissenschaftler fliegen zweimal im Jahr die Küsten ab und zählen die Seehunde auf den Sandbänken aus der Luft. Die Forscher gehen für ihre Schätzungen davon aus, dass sich während der Zählung etwa ein Drittel der Seehunde unter Wasser befinden. Im Wattenmeer und auf Helgoland wurden demnach im August gut 28.000 Seehunde gezählt, so viele wie seit 1975 nicht mehr.

Im schleswig-holsteinischen Wattenmeer wurden 23 Prozent mehr Seehunde (ca. 10.700) gezählt, während die Zahl im benachbarten dänischen Teil um 16 Prozent zurückging (ca. 2300). Gründe für Abweichungen können nach Angaben der Experten unterschiedliche Erhebungszeiträume, Wetterbedingungen oder die Wanderung der Tiere zwischen Regionen sein.

© dpa-infocom, dpa:201109-99-271457/2

Bericht zur Seehund-Zählung 2020 (Englisch)

Website Wattenmeersekretariat

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