Eine Mieterin tot

Haftbefehl gegen Hausbewohner nach Explosion in Dortmund

Das nach einer Explosion zerstörte Mehrfamilienhaus in Dortmund. Foto: Bernd Thissen
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Das nach einer Explosion zerstörte Mehrfamilienhaus in Dortmund. Foto: Bernd Thissen
Einsatzkräfte durchsuchen die Trümmer des zerstörten Mehrfamilienhauses. Foto: Bernd Thissen
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Einsatzkräfte durchsuchen die Trümmer des zerstörten Mehrfamilienhauses. Foto: Bernd Thissen
Mit Trümmern überschüttete Autos unweit des Explosionsortes. Foto: Bernd Thissen
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Mit Trümmern überschüttete Autos unweit des Explosionsortes. Foto: Bernd Thissen
Einsatzkräfte räumen Steine des zerstörten Hauses beiseite. Foto: Bernd Thissen
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Einsatzkräfte räumen Steine des zerstörten Hauses beiseite. Foto: Bernd Thissen
Auch Suchhunde wurden am Ort der Explosion eingesetzt. Foto: Bernd Thissen
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Auch Suchhunde wurden am Ort der Explosion eingesetzt. Foto: Bernd Thissen

Bei der Explosion in einem Dortmunder Mietshaus ist eine Frau ums Leben gekommen. Die Rettungskräfte fanden ihre Leiche. Es gibt einen Tatverdächtigen. Er soll in der Nacht vor der Explosion in seiner Wohnung randaliert haben.

Dortmund (dpa) - Die verheerende Explosion in einem Dortmunder Mietshaus mit einer Toten ist nach Überzeugung der Ermittler von einem Hausbewohner vorsätzlich ausgelöst worden. Gegen den 48 Jahre alten Mann sei Haftbefehl wegen Mordes und mehrfachen versuchten Mordes erlassen worden.

Das sagte die zuständige Staatsanwältin Sandra Lücke. Der Mann habe sich allerdings selbst so schwer verletzt, dass er noch nicht vernehmungsfähig sei.

Das Opfer, eine 36 Jahre alte Mieterin, wurde am Samstagmorgen tot in einem Zimmer des völlig zerstörten Hauses gefunden. Die Feuerwehr brauchte über eine Stunde, um die Leiche unter Schutt und Steinen zu bergen. Rettungskräfte hatten zuvor ihr Mobiltelefon in dem Haus geortet.

Die Explosion hatte am Freitagmorgen das Mehrfamilienhaus unbewohnbar gemacht. Durch die Wucht der Explosion waren das Dachgeschoss und die beiden oberen Stockwerke komplett zerstört worden. Zwischen den angrenzenden Wohnhäusern im Vorort Dortmund-Hörde klafft eine meterhohe Lücke.

Der Tatverdächtige habe einen Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik hinter sich und sei nach Zeugenaussagen psychisch auffällig, berichtete die Staatsanwältin. In der Nacht vor der Explosion habe er in seiner Wohnung randaliert. Nachbarn im Haus hätten die Polizei wegen Ruhestörung durch laute Klopfgeräusche gerufen, berichtete die Staatsanwältin. Der Mann habe die Kündigung erhalten und kurz vor dem Auszug gestanden, berichtete die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" (Samstag) unter Berufung auf Anwohner.

Wie der 48-Jährige die Detonation ausgelöst haben könnte, war zunächst unklar. Einiges spreche aber für eine Gasexplosion, so die Staatsanwältin. In dem Dortmunder Mietshaus gab es Gasetagenheizungen, wie ein Feuerwehrsprecher sagte. Theoretisch könnte eine heftige Explosion aber auch mit einer aufgedrehten Camping-Gasflasche ausgelöst werden.

Tonnen von Trümmerteilen waren bei der Explosion auf die Straße geflogen und hatten geparkte Autos zerstört. Auch der Hinterhof wurde mit Trümmern übersät. Eine ältere Anwohnerin erlitt einen Schock und wurde zur Beobachtung ins Krankenhaus gebracht. Die Bewohner der beschädigten Häuser rechts und links von der Explosionsstelle mussten ihre Wohnungen verlassen.

Die beiden Nachbarhäuser wurden im Laufe des Samstags abgestützt. Die etwa 20 Bewohner wurden aber sicherheitshalber in Hotels einquartiert, wie ein Feuerwehrsprecher sagte. Der Schaden liegt nach ersten Schätzungen bei mehreren Millionen Euro.

Mitteilung Polizei

Mitteilung Staatsanwaltschaft

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