Angst vor "Fäulnisbomben"

Explosionsgefahr: Neuseeländer entfernen Walkadaver

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Aus Sorge vor "Fäulnisbomben" sind die Kadaver von etwa 350 in Neuseeland gestrandeten Grindwalen von der Küste weggebracht worden. Foto: Tim Cuff/Archiv

Wellington - Aus Sorge vor "Fäulnisbomben" sind die Kadaver von etwa 350 in Neuseeland gestrandeten Grindwalen von der Küste weggebracht worden. Die toten Tiere wurden mit Baggern in ein abgesperrtes Dünengebiet transportiert, wo sie nun in den Dünen verwesen sollen.

Die Naturschutzbehörde DOC begründete dies damit, dass die Kadaver aufquellen und durch Fäulnisgase sogar explodieren könnten. Dies könne auch für Menschen zur Gefahr werden.

DOC-Sprecher Mike Ogle sagte, die toten Wale seien "einfach eklig". "Diese Dinger explodieren aus dem Magen heraus. Es ist nicht wirklich nett, wenn man eine solche Bombe aus Innereien ins Gesicht bekommt." Sicherheitshalber schnitten Helfer auch tiefe Löcher in die Kadaver, damit das Gas entweichen kann. Es wird Monate dauern, bis die riesigen Tiere - manche bis zu acht Meter lang - schließlich zu Skeletten geworden sind.

Der Strand von Farewell Spit, wo seit Freitag vergangener Woche insgesamt etwa 650 Wale gestrandet waren, ist mittlerweile für Besucher gesperrt. Mehr als die Hälfte der Tiere konnten nicht gerettet werden. Mehreren hundert freiwilligen Helfern gelang es aber, etwa 280 Wale zurück ins offene Meer zu treiben. Was genau das Massensterben verursacht hat, ist weiterhin unklar.

dpa

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