Extreme Hitze lässt in Hessen und Niedersachsen Unwettergefahr steigen

Mit der Hitze steigt die Gefahr schwerer Unwetter: Von Frankreich und den Benelux-Staaten her ziehen Sturmböen, starke Regenfälle und Hagel in Richtung Hessen und Niedersachsen.

Ab Samstagnachmittag könnten sich zum Teil schwere Gewitter entwickeln, sagt der Deutsche Wetterdienst in Offenbach vorher. Auch am Sonntag sei die Unwettergefahr noch nicht vorbei.

Die Wetterlage bei Ihnen: Zur Warnkarte des Deutschen Wetterdienstes

Und es ist weiter Schwitzen angesagt: An diesem Samstag könnte sogar der bisherige hessische Hitzerekord von 38,7 Grad geknackt werden, gemessen wurde er im August 2003 am Frankfurter Flughafen.

Folgen der hohen Temperaturen

Die Hitzwelle hat eine Menge ernste Folgen. In die Krankenhäuser kommen mit jedem weiteren Hitzetag mehr Menschen in die Notaufnahme. Badeunfälle häufen sich. Allein in Nordrhein-Westfalen wurden in den vergangenen Tagen vier Tote nach Badeunfällen gezählt. Die Hitze wird auch zur Gefahr im Straßenverkehr und verursacht Schäden an Autobahnen. Vorfälle gab es auf der A7 in Hamburg und auf der A5 bei Heidelberg.

Jugendliche klappen bei Chorfestival zusammen

Wegen Verdachts auf Hitzekollaps sind am Samstag mehrere jugendliche Teilnehmer des Deutschen Chorfestivals in Trier ins Krankenhaus gebracht worden.

Die jungen Leute seien etwa bei einer Probe im Trierer Dom zusammengeklappt, bestätigte ein Feuerwehrsprecher einen Online-Bericht des „Trierischen Volksfreunds“. Bis zum frühen Nachmittag seien sechs Jugendliche vorsorglich ins Krankenhaus gebracht worden.

Artikel aktualisiert um 14.45 Uhr

Insgesamt sind rund 3000 Sänger und Sängerinnen zu dem mehrtägigen Chorfestival nach Trier gekommen. Auch abgesehen davon habe der Rettungsdienst wegen Menschen mit Hitzeproblemen in der Stadt alle Hände voll zu tun, sagte der Sprecher.

Autofahrer lassen trotz Hitze Tiere im Auto

Obwohl die Hitze Mensch und auch Tier derzeit sehr zu schaffen macht, lassen immer wieder Halter ihre Vierbeiner im Auto zurück – und rufen damit die Polizei auf den Plan. „Wir erhalten immer wieder Anrufe, dass sich Tiere allein in Fahrzeugen befinden“, sagt heute ein Kasseler Polizeisprecher. Die Polizei fahre dann los, um nach den Tieren zu sehen. Manche Tierbesitzer müssten anschließend tatsächlich darauf hingewiesen werden, dass die Hitze im Auto für die Vierbeiner lebensgefährlich sein kann. (dpa)

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