Hund wurde schwer misshandelt

Facebook rettete sein Leben - aber Buck ist blind

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Bei der Hunde-Trainierin vor wenigen Tagen: Buck hat Selbstvertrauen und Lebensfreude zurück gewonnen – auch als blinder Hund.

Conroe/Texas. Vorsichtig schnüffelt Buck am Boden entlang, spitzt die Ohren bei jedem Geräusch, hebt immer wieder den Kopf und schaut irritiert umher. Buck ist blind – doch nicht schon von Geburt an. Der dreijährige Hund hat ein schreckliches Martyrium hinter sich.

Sein Besitzer hatte mehrfach auf Buck mit einem Schrotgewehr geschossen und ihn Mitte Januar in einem Müllsack an einen Zaun in Conroe im US-Bundesstaat Texas gehängt. Doch dank einer aufmerksamen Autofahrerin, die im Vorbeifahren eine Bewegung in dem Müllsack sah, konnte Buck gerettet werden. Blutüberströmt und dem Tod nah wurde der Mischlingshund in eine Klinik gebracht. Buck hatte Verletzungen an Schultern, Pfoten, Schnauze, Ohren – und an den Augen.

Tierliebhaberin kümmerte sich um Buck

Die Tierschützerin Tami Augustyn hat sich dem Hund angenommen. „Ich liebe Tiere über alles“, sagt die Retterin. Doch die lebensrettenden Maßnahmen für Buck resultiertenin hohe Rechnungen. Allein die erste Operation der Augen habe mehr als 5000 Dollar gekostet.

Hier geht es zur Facebook-Seite von Buck.

Deshalb gründete Augustyn eine Facebook-Seite, um auf Bucks Schicksal aufmerksam zu machen und um Spenden zu bitten. Die Nutzer des sozialen Netzwerks rührte die Geschichte des gequälten Tieres, fast 55.000 Menschen verfolgen die Geschichte des Tieres, kommentieren Bilder, spenden und bieten Hilfe an.

Mehrfach musste Buck an den Augen operiert werden – doch die Ärzte konnten sein Augenlicht nicht retten. Nur auf dem rechten Auge ein ganz geringes Sehvermögen, so dass er im hellen Licht schemenhaft teilweise Dinge erkennen kann.

Kurz nach seiner Rettung im Januar: Buck hatte schwere Verletzungen durch die Schusswunden. Trotz einiger Operationenen verlor er sein Augenlicht.

Viele Wochen verbrachte der Hund in der Tierklinik, wurde aufgepäppelt und fand neues Selbstbewusstsein. Rührend kümmerte sich auch Augustyn um ihren Schützling. Anfangs ging sie vorsichtig mit ihm an der Leine ins Grüne, mittlerweile kann sich der Hund ganz ohne Leine bewegen und Orientierung finden.

„Ich bin so glücklich, Buck so zu sehen“, schreibtAugustyn auf der Facebook-Seite. Buck habe wieder enorm viel Lebensfreude.

Doch einfach ist es nicht, einen Hund, der plötzlich nicht mehr sehen kann, zu helfen. Deshalb ist Buck seit wenigen Tagen bei einer speziellen Tiertrainerin. In Begleitung anderer Hunde lernt der Vierbeiner nun, wie er sich als blindes Tier im Alltag verhalten muss.

Buck lernt Treppen steigen

Dazu gehören einfache Dinge, wie beispielsweise Treppen steigen zu können. Mit der Nase voraus schnuppert sich Buck an einer Stufe entlang, stößt vorsichtig dagegen. Wenn er sich sicher ist, setzt er vorsichtig eine Pfote auf die Stufe. „So lernt er ganz langsam wie er sich am besten bewegen kann“, erklärt Tiertrainerin Chrissie Dugas.

Vor allem trainiert sie intensiv mit Buck, wie er sich in der Öffentlichkeit verhalten kann, ohne unsicher zu wirken. „Sogar Sitz kann er schon“, erzählt Dugas. „Sogar ohne, dass ich ihm Leckerlis geben muss“, ergänzt sie und lacht.

Von Jessica Bassing

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