Falke zog sich Verletzungen zu und wird nun vom Nabu gepflegt

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Noch ziemlich benommen: Der kleine Falke nach dem Flug gegen die Fensterscheibe.

Hann. Münden. Es gab einen dumpfen Schlag. Der Mündener Fotograf Norbert Burkhardt bemerkte sehr schnell, dass ein Vogel gegen eine Fensterscheibe am Nachbarhaus an der Langen Straße geflogen war. Es war ein junger Turmfalke.

„Dem Falken geht es nicht gut, in der Natur wäre er im jetzigen Zustand nicht überlebensfähig.“

stefan schäfer, nabu

Der orientierungslose Greifvogel war flugunfähig und hüpfte einige Meter umher, saß dann bei Burkhardt vor dem Hintereingang des Hauses. „Der Falke hat immer wieder versucht zu starten, das gelang ihm aber nicht richtig“, sagt Norbert Burkhardt. Was tun? Er nahm Kontakt mit Naturschützern auf. Ihm wurde der Rat gegeben, den verletzten Falken in einen Pappkarton zu setzen. „Das habe ich gemacht und den Karton noch ein wenig ausgepolstert“, sagt Burkhardt.

Tierarzt wird eingeschaltet

Danach brachte er den Turmfalken zu Elke Kröhl, die sich für den Naturschutzbund Deutschland (Nabu) in Hann. Münden engagiert. Dort befindet sich das Tier gegenwärtig.

Hilfe für den verletzten Jungvogel: Norbert Burkhardt hält den Turmfalken in seinem Garten in den Händen.

Es ist noch nicht in der Lage, wieder in die freie Natur gelassen zu werden, der Falke leidet vermutlich unter einer Gehirnerschütterung, sagt Naturschützer Stefan Schäfer aus Hann. Münden: „Dem Falken geht es nicht gut, in der Natur wäre er im jetzigen Zustand nicht überlebensfähig.“ Ein Tierarzt soll sich nun den Falken anschauen. Der flügge Jungvogel, der vermutlich erst wenige Wochen alt ist, stammt vermutlich von einem Brutplatz in Mündens Innenstadt.

Dass es bei den ersten Flugversuchen öfter Bruchlandungen gebe, sei durchaus normal, sagt der Mündener Nabu-Vorsitzende Schäfer. Leider flögen immer wieder Vögel vor Glasscheiben und seien danach verletzt. Wie es mit diesem Turmfalken nun weitergeht, kann er nicht genau sagen. Wenn sich das Tier erholt, soll es in der Innenstadt wieder freigelassen werden. (awe)

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