Bilder-Rückgabe ein "Schnellschuss"

Fall Gurlitt: Kritik vom Zentralrat der Juden

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Der Präsident des Zentralrat der Juden: Dieter Graumann.

München - Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat die Entscheidung der Augsburger Staatsanwaltschaft kritisiert, Cornelius Gurlitt einen Teil der beschlagnahmten Bilder bald zurückzugeben.

"Nachdem die ganze Sache über 18 Monate hinweg fast konspirativ behandelt wurde, ist nun der Schnellschuss einer pauschalen Rückgabe sicher auch der falsche Weg", sagte Zentralratspräsident Dieter Graumann der "Süddeutschen Zeitung" (Donnerstagsausgabe).

Bei Fällen von möglicher Raubkunst seien "Sensibilität und Verantwortung gefragt". Es gehe "nicht nur um den Rechtsanspruch auf Restitution", der Fall habe auch eine "moralische und historische Dimension". Es liege nun in der Verantwortung der Politik, "den Opfern von damals zur Würde von heute zu verhelfen", sagte Graumann.

Die Staatsanwaltschaft Augsburg hatte am Dienstag erklärt, die "zweifelsfrei" zu seinem Eigentum zählenden Werke sollten Gurlitt "unverzüglich" zur Rücknahme angeboten werden. Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" soll dies mehr als 300 Kunstwerke betreffen.

Polizei zeigt Nazi-Raubkunst aus Münchner Fund

Erste Bilder: Die Polizei zeigt Nazi-Raubkunst aus dem Fund in der Wohnung von Cornelius Gurlitt. Kunstwerk des deutschen Malers Franz Marc mit dem Titel "Pferde in Landschaft".  © dpa
Erste Bilder: Die Polizei zeigt Nazi-Raubkunst aus dem Fund in der Wohnung von Cornelius Gurlitt. Kunstwerk des franzöischen Malers Marc Chagall mit dem Titel "Allegorische Szene". © dpa
Erste Bilder: Die Polizei zeigt Nazi-Raubkunst aus dem Fund in der Wohnung von Cornelius Gurlitt. Von Carl Spitzweg stammt dieses Gemälde mit dem Titel "Musizierendes Paar". © dpa
Erste Bilder: Die Polizei zeigt Nazi-Raubkunst aus dem Fund in der Wohnung von Cornelius Gurlitt. Ein Selbstportrait des deutschen Malers Otto Dix mit einer Zigarette im Mund. © dpa
Erste Bilder: Die Polizei zeigt Nazi-Raubkunst aus dem Fund in der Wohnung von Cornelius Gurlitt. Ein Kunstwerk des deutschen Malers Otto Dix. © dpa
Erste Bilder: Die Polizei zeigt Nazi-Raubkunst aus dem Fund in der Wohnung von Cornelius Gurlitt. Der franzöischen Maler Henri Matisse erschuf dieses Gemälde mit dem Titel "Sitzende Frau". © dpa
Erste Bilder: Die Polizei zeigt Nazi-Raubkunst aus dem Fund in der Wohnung von Cornelius Gurlitt. Dieses Kunstwerk des deutschen Malers Ernst Ludwig Kirchner trägt den Titel "Melancholisches Mädchen". © dpa
Erste Bilder: Die Polizei zeigt Nazi-Raubkunst aus dem Fund in der Wohnung von Cornelius Gurlitt. Der franzöische Maler Gustav Courbet erschuf dieses Gemälde mit dem Titel "Dorfmädchen mit Ziege". © dpa
Erste Bilder: Die Polizei zeigt Nazi-Raubkunst aus dem Fund in der Wohnung von Cornelius Gurlitt. Ein Kunstwerk des italienischen Malers Antonio Canaletto (Giovanni Antonio Canal). © dpa
Erste Bilder: Die Polizei zeigt Nazi-Raubkunst aus dem Fund in der Wohnung von Cornelius Gurlitt. © dpa
Erste Bilder: Die Polizei zeigt Nazi-Raubkunst aus dem Fund in der Wohnung von Cornelius Gurlitt. © dpa

In der Wohnung Gurlitts waren im vergangenen Jahr mehr als 1400 Kunstwerke gefunden worden. Sie sollen teils aus NS-Raubkunst stammen, könnten zum Teil aber auch zu der privaten Sammlung von Gurlitts Vater gehören. Die komplizierte Aufklärung der Besitzverhältnisse hat die Staatsanwaltschaft Augsburg übernommen. Gurlitt will die Werke, darunter viele Meisterwerke, zurück.

dpa

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