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Urlauber stirbt auf Mallorca: Es soll sich um Fußballprofi handeln

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Von: Kathrin Reikowski

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Mit einem Absperrband der Polizei ist der Zugang zu einem Strand auf der Insel Mallorca abgesperrt.
Ein Niederländer stürzte auf Mallorca zu Tode, kurz nachdem ein Brite tödlich verunglückt war (Symbolbild). © Clara Margais/dpa

Update vom 15. Mai, 10.30 Uhr: Bei dem 31 Jahre alten Niederländer, der am Donnerstag (12. Mai) auf Mallorca von einer über 20 Meter hohen Klippe gesprungen und dabei ums Leben gekommen war, handelt es sich um den Ex-Fußballprofi Mourad Lamrabatte. Dies berichten diverse Lokalmedien, darunter die spanische Zeitung Ultima Hora. Bezug genommen wird vor allem auf einen Twitter-Post, den der ehemalige Club des Verstorbenen am 13. Mai veröffentlicht hat.

„Vitesse hat die traurige Nachricht erhalten, dass Mourad Lamrabatte verstorben ist. Der ehemalige Angreifer von Jong Vitesse ist gerade 31 Jahre alt geworden. Wir wünschen Familie und Freunden viel Stärke und Kraft“, schreibt der Fußballverein „In memoriam: Mourad Lamrabatte“. Wie die Nachrichtenplattform taketonews.com berichtet, sollen mittlerweile große Teile der Sportwelt den Hinterbliebenen ihre Anteilnahme ausgedrückt haben.

Lamrabatte, der nach seiner Fußballkarriere in den Boxsport wechselte, war Stunden nach dem Unglück aus 15 Metern Tiefe geborgen worden. Box-Trainer Mesut Cam verabschiedete sich mit einer rührenden Botschaft von dem verunglückten 31-Jährigen: „Wir werden dich vermissen, Mourad. Ich habe dich immer den marokkanischen Löwen genannt. So wirst du auch für mich immer sein“, schrieb er via Facebook.

Mallorca: Großes Entsetzen nach tödlichen Stürzen von zwei Touristen - wegen „grober Fahrlässigkeit“. Beide Todesfälle sind im Internet zu sehen.

Erstmeldung vom 14. Mai: Palma - „Grobe Fahrlässigkeit“ habe die tödlichen Unfälle auf Mallorca versucht, wie die Regionalzeitung Diario de Mallorca schreibt. Am Donnerstag verstarben kurz hintereinander zwei Touristen. Die Polizei in Palma bestätigte auf dpa-Anfrage die Medienberichte.

Ein 34-jähriger Brite und ein 31-jähriger Niederländer seien - unabhängig voneinander- vor den Augen anderer zu Tode gestürzt. Beim tödlichen Sturz des Niederländers soll sogar dessen Kind zugesehen haben. Beide Stürze wurden gefilmt, und gingen im Netz viral. Im Fall des Niederländers wurde der Sturz in den Tod von der Partnerin live gestreamt. Der Tourismus auf Mallorca nahm zuletzt wieder stark zu.

Mallorca/Sturz vom Balkon: 34-jähriger Brite klettert über Hotelbalkone und stürzt ab

Der erste Sturz auf Mallorca passierte demnach bereits am Donnerstagmorgen: In Magaluf, westlich der Inselhauptstadt Palma, kam ein 34-jähriger Brite zu Tode. Videoaufnahmen von Passanten zeigen, wie ein Mann an der Außenseite von Hotel-Balkonen im siebten Stock turnt, und schließlich abstürzt. Nach lokalen Medienangaben konnten Sanitäter nur noch den Tod des Mannes feststellen.

Zwei Frauen, die die Polizei im Zimmer des Mannes vorfand, sagten aus, der Brite habe sich kurz vor dem Sturz „eigenartig“ verhalten. Die Polizei vermutet, dass der Mann unter Alkohol- oder Drogen-Einfluss stand.

Mallorco/Sturz von Klippen: 31-jähriger Niederländer stirbt nach Sprung von den Klippen

Nur wenige Stunden später geschah die zweite Tragödie: Ein Niederländer sprang vor den Augen seiner Familie von den Klippen. Auf der Malgrats-Insel vor Santa Ponça im Westen Mallorcas prallte er nach einem Sprung aus rund 25 Metern Höhe auf einen Felsen.

Besonders tragisch: Nicht nur seine Partnerin, sondern auch der gemeinsame Sohn, sollen im Boot gewesen sein, und zumindest die Partnerin bei dem Sturz zugesehen haben. Das Unglück wurde zudem von der Partnerin des Mannes gefilmt und live im Internet gestreamt.

Die Leiche des Mannes sei erst nach einiger Zeit von Polizeitauchern im Meer gefunden und geborgen worden, hieß es. Nach dem am Freitag veröffentlichten Autopsiebericht war der Aufschlag auf den Felsen nicht tödlich, wie „Diario de Mallorca“ berichtete. Der Niederländer sei wohl bewusstlos geworden und ertrunken.

Auf Mallorca kommt es seit Jahren immer wieder vor, dass Touristen - mehrheitlich junge Männer - im Drogenrausch oder aus Übermut den Tod finden. Berüchtigt ist das sogenannte Balconing - Mutproben in oft schwindelerregender Höhe, bei denen auf Balkongeländern balanciert wird. Die „Mallorca Zeitung“ bedauerte am Freitag in einem Kommentar, dass die Präventionskampagnen und die angedrohten Bußgelder „bislang wenig geholfen“ hätten. (dpa/kat)

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