Es kam zur Verpuffung

Fass mit hochgiftiger Chemikalie leckgeschlagen - Großeinsatz in Hamburg

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Chemieunfall in Hamburg-Veddel

Beim Verladen wurden in Hamburg mehrere Fässer mit einer Chemikalie beschädigt. Die Feuerwehr konnte die Behälter bergen, es kam aber zu großen Verkehrsbehinderungen.

Hamburg - Fässer mit einer hochgiftigen Chemikalie sind bei einem Unfall in Hamburg beschädigt worden. Nach einer Verpuffung musste die Einsatzleitung vorsorglich die Autobahn 255 sperren, weil ein Austritt von Giftstoffen nicht ausgeschlossen werden konnte. Es kam zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Nach dem Verpacken der vier beschädigten 200-Liter-Fässer in sicheren Behältern konnte die wichtige Verkehrsverbindung über die Elbbrücken wieder freigegeben werden. Menschen kamen nicht zu Schaden.

Die Fässer seien beim Verladen mit einem Gabelstapler auf dem Gelände eines Industriebetriebs umgestürzt, sagte ein Feuerwehrsprecher. Mitarbeiter des Betriebes hätten die Behälter zunächst wieder aufgerichtet und mit einer Plane provisorisch abgedeckt. Als die Feuerwehr eintraf, schien die Lage stabil zu sein. Doch dann habe es die Verpuffung gegeben, bei der grau-weißer Rauch aufgestiegen sei. Offenbar habe das Aluminiumphosphid im Fass mit der Feuchtigkeit im Freien reagiert.

Der dabei entstehende Phosphorwasserstoff sei hochgiftig und leicht entzündlich. Die Chemikalie werde auch zur Bekämpfung von Ratten eingesetzt. Die Einsatzkräfte durften nur mit gasdichtem Vollschutz arbeiten. Die beschädigten Fässer wurden „nach dem Matroschka-Prinzip“ in Überfässer gesetzt, wie Feuerwehrsprecher Jan Ole Unger erklärte.

Anwohner seien nicht in Gefahr gewesen. Die Autos stauten sich allerdings nach Polizeiangaben bis in die Innenstadt zurück. Betroffen waren auch mehrere Buslinien, weil die Busse im Stau steckten, wie die Hochbahn mitteilte. Die A255 über Elbbrücken ist eine der wichtigsten Verkehrsverbindungen Hamburgs.

dpa

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