Daniel Hartwich überzeugt als RTL-Dschungelcamp-Moderator

Fast so gut wie Dickie

Bereits ein gut eingespieltes Team: Die Dschungelcamp-Moderatoren Daniel Hartwich und Sonja Zietlow. Foto: rtl

Am Anfang des Dschungelcamps meinte man noch die Stimme von Dirk Bach zu hören. Der mit nur 51 Jahren plötzlich verstorbene Schauspieler und Komiker hatte seine Popularität nicht zuletzt der RTL-Show zu verdanken. Der Sender würdigte „Dickie“, wie ihn Co-Moderatorin Sonja Zietlow liebevoll genannt hatte, mit einem rührenden Best-of schönster Dirk-Bach-Szenen aus dem Busch, und es gab einen schönen Scherz über den kugeligen, immer schrill-bunt und mit Tropenhelm verkleideten Moderator: „Wir können nicht nebeneinander über die Brücke gehen, die ist zu eng“, so Zietlow.

Der schmale Daniel Hartwich allerdings überholte die 44-Jährige auf der Brücke, auf der beide allabendlich - und heute zum letzten Mal - zur Begrüßung „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!“ rufen. Und auch als Moderationspartner hält er Schritt. Ein bisschen hölzern-bemüht vielleicht, nicht ganz so locker wie sein Vorgänger. Aber der immer ein bisschen wuschelige 34-Jährige mit seiner Intellektuellen-Brille hat sich durchaus zum Sympathieträger der Show entwickelt. Nur einen Missgriff hat er sich geleistet, als er gefühlte Minuten lang penetrant beharrte, Kandidat Patrick Nuo solle bloß nicht ein Shirt über seinen trainierten Oberkörper streifen. Das war peinlich.

Ansonsten sitzen die Scherze, die - bei aller Häme und Gehässigkeit - immer auf geniale Weise die Aktualität einbeziehen: ob die Alfons-Schuhbeck-Werbung für McDonald’s, Kim Jong-un, Klaus Wowereit oder Rainer Brüderle. Hartwich ist spontan, er macht nicht den Fehler, Dirk Bach imitieren zu wollen und harmoniert gut mit Zietlow, deren Mann Jens Oliver Haas einen Großteil der Gags schreibt. Sie frotzelte zu Beginn, Hartwich sei „gar nicht so scheiße, wie viele sagen“. Da hatte sie recht.

Heute, 22.15 Uhr, Finale mit Krönung des „Dschungelkönigs“. Sonntag, 20.15 Uhr, „Das große Wiedersehen“.

Von Mark-Christian von Busse

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