Feuer in Waffenlager löst Explosionen aus: Viele Tote

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Ein Bild aus den Nachrichten in Brazzaville

Brazzaville - Bei gewaltigen Explosionen in der Hauptstadt von Kongo sind am Sonntag zahlreiche Menschen getötet oder verletzt worden.

Ausgelöst wurden die Detonationen nach Angaben der Regierung durch einen Brand in einem Waffenlager. Zur Zahl der Toten äußerten sich die Behörden zunächst nicht, Präsidentensprecher Didier Boutsindi erklärte aber, dass wegen eines eingestürzten Kirchendaches Gottesdienstbesucher unter den Opfern seien.

Verteidigungsminister Charles Zacharie Boawo rief zu Ruhe auf. Die Detonationen in Brazzaville bedeuteten weder Krieg noch Staatsstreich oder Meuterei, sondern seien lediglich auf Feuer in einem Munitionsdepot zurückzuführen, sagte er im Fernsehen.

Zahlreiche Häuser stürzten ein. Die Wucht der Explosionen, die laut Augenzeugen aus dem Norden von Brazzaville kamen, drückte auch in der Innenstadt noch Türen und Fenster ein und war selbst in Kinshasa zu spüren, der auf der anderen Seite des Grenzflusses gelegenen Hauptstadt des Nachbarlandes Kongo.

Tausende Menschen flohen aus ihren Häusern. Eine weitere Explosion am Nachmittag löste Panik aus. „Es ist, als ob es einen Tsunami gegeben hätte“, sagte eine Anwohnerin. Augenzeugen vermuteten, dass mehrere Hundert chinesische Arbeiter verletzt wurden.

dapd

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