Gefährliche Körperverletzung

Feuerattacke gegen Obdachlosen - Revision gegen Urteil eingelegt

Nach der Verurteilung eines 21-Jährigen wegen der Feuerattacke auf einen schlafenden Obdachlosen in einem Berliner U-Bahnhof hat die Staatsanwaltschaft Revision eingelegt.

Berlin - Der Bundesgerichtshof solle das Urteil rechtlich überprüfen, sagte Staatsanwaltschafts-Sprecher Martin Steltner am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.

Das Berliner Landgericht hatte den Haupttäter vergangene Woche wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und neun Monaten verurteilt. Die Staatsanwaltschaft wollte hingegen ein Urteil wegen versuchten Mordes erreichen und verlangte eine Haftstrafe von vier Jahren. Dem folgte das Gericht nicht. Die Attacke am Weihnachtsabend 2016 hatte bundesweit Entsetzen ausgelöst.

Sechs Mitangeklagte waren wegen Beihilfe oder unterlassener Hilfeleistung zu Bewährungsstrafen oder Arrest verurteilt worden.

Den Flüchtlingen aus Syrien und Libyen war vorgeworfen worden, den Obdachlosen auf einer Bank im Kreuzberger U-Bahnhof Schönleinstraße angezündet zu haben. Fahrgäste löschten die Flammen, der ahnungslose Mann aus Polen blieb unverletzt. Die Angeklagten hatten im Prozess einen Tötungsversuch zurückgewiesen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.