Feuerwehr rettet Hund: Terrier saß nach Verfolgungsjagd in Kanal fest

+
Rettungsaktion: In diesem Regendurchlass (links, roter Pfeil) unter einem Feldweg bei Marienhagen steckte am Samstag ein Hund fest. Feuerwehrleute befreiten ihn nach eineinhalb Stunden.

Marienhagen. In einer aufwendigen Aktion haben Feuerwehrleute am Samstag einen Hund gerettet, der zwischen Marienhagen und Vöhl in einem Kanalrohr feststeckte. Der Terrier hatte einen Fuchs in das Rohr gejagt.

Zwei Frauen waren am Samstag gegen 13.30 Uhr mit dem Hund auf dem geteerten Weg spazieren, berichtet Gemeindebrandinspektor Berthold Schreiber am Sonntagmittag. Der Hund habe die Witterung des Fuchses aufgenommen und sei in das sieben Meter lange Rohr gekrochen, das unter dem Weg hindurchführt. Dieses habe einen Durchmesser von nur etwa 30 Zentimetern gehabt.

Weil der Hund nicht mehr hinauskam, riefen die Frauen die Feuerwehr. Die Wehr aus Marienhagen rückte mit sechs Leuten an. Diese stellten fest, dass der Ausgang des Rohres mit einem 80 mal 80 Zentimeter großen Stein verschlossen war, der dort einbetoniert war. „Warum auch immer“, sagt Schreiber. „Der Hund hat jämmerlich gewinselt.“

Die Feuerwehrleute versuchten zunächst, den Stein mit einer Brechstange und einer Axt zu entfernen – doch erfolglos. Da einer der Feuerwehrleute auf dem Gemeindebauhof arbeitet, holte er von dort einen Bagger. Mit diesem gelang es, den Stein zu verrückten. Doch die Tiere kamen immer noch nicht raus.

„Hund und Fuchs hatten sich regelrecht ineinander verbissen“, berichtet die Feuerwehreinsatzleiter. Die Wehrleute spritzen Wasser in das Rohr und trieben den Fuchs so hinaus. Doch der Hund blieb immer noch verschwunden. „Er steckte im Rohr fest“, erklärt Schreiber. Regen hatte Erde in das Rohr gespült und zu einem kleinen Haufen aufgetürmt. Der Terrier klemmte zwischen dem Erdhaufen und der Rohrdecke fest.

Die Feuerwehrleute kratzen die Erde mit einem Gartenspaten aus dem Rohr und nach eineinhalb Stunden konnten sie den nassen und an der Schnauze verletzten Hund aus dem Rohr ziehen.

Hundebesitzer sollten ihre Tiere beim Spaziergang in der Feldgemarkung an der Leine führen, rät Gemeindebrandinspektor Schreiber. Denn es gebe viele solcher Regendurchlässe und auch viele Füchse.

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.