Er verlor sein eigenes Haus während er half

Flammenmeer in Chile: Feuerwehrmann wird zum Helden von Valparaíso

Valparaíso. Ein Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr ist im Flammenmeer von Valparaíso zum neuen Helden der Stadt geworden. Während Victor Hernandez mit seinen Kollegen in der chilenischen Stadt gegen die Feuersbrunst kämpfte, brannte an anderer Stelle sein eigenes Haus ab.

Er sei mit seiner Brigade zu einem Einsatz im Ortsteil La Cruz geschickt worden, berichtete Hernandez der Nachrichtenagentur AFP. Angesichts der Stärke der Flammen hätten die Einsatzkräfte aber zurückweichen müssen. "Als wir mit unserem Feuerwehrwagen zurückfuhren, sah ich auf einmal in der Entfernung einen Feuerball über dem Viertel, in dem ich wohne."

Er habe sich sofort gedacht, dass das Haus seiner Familie, in dem er schon seit Kindesbeinen lebt, abgebrannt sei, berichtete der 22-Jährige weiter. "Als ich ankam, waren meine Eltern da, meine Brüder und Schwestern, eine Tante und ein Onkel. Sie waren alle gerettet, und das ist das Wichtigste." Das Haus liegt nun komplett in Asche - doch trotzdem bedauert Hernandez nicht, dem Ruf seiner Feuerwehrbrigade gefolgt zu sein. "Ich würde es wieder und wieder tun."

Durch die seit Samstag lodernde Feuerbrunst wurden in der zum UNESCO-Weltkulturerbe zählenden Hafenstadt etwa 2500 Häuser zerstört, mindestens 15 Menschen starben in den Flammen. Am Montag (Ortszeit) vermeldete Einsatzleiter Fernando Maldonaldo aber deutliche Fortschritte. Die Kontrolle über das Feuer sei "nun näher gerückt", sagte er.

In Chile rekrutiert sich die Feuerwehr nur aus Freiwilligen, es gibt keine fest beschäftigten und bezahlten Feuerwehrmänner. (afp)

Rubriklistenbild: © dpa

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