Die tödlichen Fallen der fleischfressenden Pflanzen

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Am Sonnentau kleben die Opfer fest

Berlin - Sie täuschen, stellen Fallen und töten: Fleischfressende Pflanzen wie die Venusfliegenfalle oder der Sonnentau sind alles andere als harmlose Gewächse. 

Wenn sich die Fliege auf das Fangblatt der Venusfliegenfalle gesetzt hat, ist es schon zu spät. Blitzschnell schließen sich die Fangblatthälften und die Blattzähne am Rand bilden eine Art Gitter, sodass der Beute keine Möglichkeit zur Flucht bleibt. Dann zieht sich die Falle immer weiter und die Pflanze beginnt mit der Verdauung des Tieres. Bald bleibt von ihm nicht mehr viel übrig - außer dem Chitinskelett.

Die Venusfliegenfalle ist wohl die bekannteste fleischfressende Pflanze. Die sogenannten Carnivoren ernähren sich aber nicht ausschließlich von ihren tierischen Opfern. Meist wachsen sie auf nährstoffarmen Böden und müssen für sie lebenswichtige Stoffe wie Stickstoff, Kalium und Phosphor aus ihrer Beute gewinnen.

Diese Pflanzen essen Tiere

Diese Pflanzen essen Tiere 

Um ihre arglosen Opfer zu täuschen, haben viele Pflanzen ausgeklügelte Strategien entwickelt. So lockt die Venusfliegenfalle Fliegen, Ameisen und Heuschrecken mithilfe von Nekar an. Der Sonnentau dagegen imitiert Tautropfen. In Wirklichkeit handelt es sich allerdings um ein klebriges Sekret, das von Drüsenhaaren produziert wird, die an seinen Blättern sitzen. Fliegen und Käfer setzen sich, um von dem Tropfen zu trinken und bleiben kleben. Das Blatt dreht sich ein und das Tier ist gefangen.

Eine Art tödliche Rutschbahn baut dagegen die Kannenpflanze, die in Südostasien, Sri Lanka, den Seychellen und auf Madagaskar zu finden ist. Zwar haben Forscher vor einiger Zeit eine Kannenpflanze entdeckt, die sogar Ratten verdauen kann. Aber eigentlich hat es die Pflanze auf kleine Tiere wie Ameisen und Schaben abgesehen. Diese lockt sie mit Nektar an oder täuscht Aasgeruch vor.  

Sitzen die Tiere auf dem Rand der Falle, die sich ebenfalls aus einem Blatt gebildet hat, sind sie verloren. Denn dieser ist so glatt und wie eine Rutsche geformt. Die Tiere fallen so in den Trichter und können auch nicht mehr herausklettern, da der obere Teil mit Wachsschuppen überzogen ist, die sich bei Berührung ablösen. Schließlich fallen die Tiere in das Verdauungssekret.

sr

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