Was hat er sich nur gedacht?

Bei 100 km/h: Reisende filmt Flixbus-Fahrer - der bringt alle Fahrgäste in Lebensgefahr

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Der Flixbus-Fahrer blickte während der Fahrt immer wieder auf sein Handy.

Der Fahrer eines Fernbusses trägt die Verantwortung für viele Menschenleben. In einem aktuellen Fall machte sich ein Flixbus-Fahrer wenig Gedanken um seine Fahrgäste. Ein Video hält unfassbare Szenen fest.

Hamburg/Berlin - Ein Unfall eines vollbesetzten Fernbusses auf der Autobahn ist die absolute Horror-Vorstellung. Teils mehr als 50 Menschen haben beispielsweise in den neongrünen Flixbussen, die täglich auf den deutschen Straßen unterwegs sind, Platz. Auch für die anderen Verkehrsteilnehmer sind die Straßen-Kolosse wegen ihrer Größe und Wucht eine besonderes Sicherheitsrisiko.

Von einem Busfahrer wird deshalb erwartet, besonders achtsam zu sein. Flixbus betont auf seiner Homepage, einen großen Wert auf Sicherheit zu legen und die Angestellten regelmäßig zu schulen. Lenk- und Ruhepausen sollen außerdem dafür sorgen, dass die Fahrer nicht ermüden und deshalb unaufmerksam werden. So weit so gut.

Video zeigt unfassbare Enthüllung bei Facebook

Ein Facebook-Video enthüllt jedoch Unfassbares: Auf der Autobahn von Hamburg nach Berlin filmte ein Fahrgast den Lenker des Flixbusses über einen Zeitraum von einer halben Minute. Dabei starrt dieser beharrlich auf sein Smartphone, das er auf der Mitte des Lenkrades liegen hat - auf dem Display sind Spielkarten zu sehen, gelegentlich tippt er mit seinen Fingern darauf. Kein einziges Mal schaut der Fahrer während des Videos auf die Straße vor ihm. Die Tachonadel zeigt etwa Tempo 100 an.

Eine Facebook-Nutzerin, die das Video teilte, schrieb dazu: „Hier werden fahrlässig viele Menschenleben aufs Spiel gesetzt“. Außerdem soll der Fahrer Whatsapp-Nachrichten gelesen, Videos angesehen und Ebay gecheckt haben. Als sie ihn darauf ansprach, hätte er lediglich „ok“ gesagt und das Handy beiseite gelegt.

Dem Busfahrer drohen nun Sanktionen

Die Facebook-Userin schrieb außerdem, sich bei Flixbus beschwert zu haben. Gegenüber der Passauer Neuen Presse betonte das Busunternehmen, die Vorwürfe „sehr ernst genommen“ zu haben. Der Kundenservice habe auch schon versucht, die Kundin zu erreichen - bislang allerdings ohne Rückmeldung. Und: „Verstöße gegen Sicherheitsbestimmungen werden von uns keinesfalls toleriert.“

Mögliche Konsequenzen für den Angestellten: Nachschulungen, eine Abmahnung oder Strafzahlungen. Auch die Urheberin des Videos hat ihre Konsequenzen gezogen: Auf dem Rückweg von Berlin nach Hamburg nahm sie nun lieber die Bahn - obwohl die Busfahrt schon gebucht war.

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bah

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