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Flugzeug mit Hunderten Passagieren in schweren Turbulenzen – Video zeigt Spur der Verwüstung

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Von: Patrick Freiwah

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Aufnahmen einer Passagierin zeigen die Zerstörungen im Airbus-Flugzeug der Hawaiian Airlines
Aufnahmen einer Passagierin zeigen die Zerstörungen im Airbus-Flugzeug der Hawaiian Airlines. © Jazmin Bitanga/dpa

Bei einem Flug nach Hawaii kommt es zu einem Zwischenfall, der zahlreiche Verletzte fordert. Bilder aus dem Airbus zeigen das ganze Ausmaß.

Honolulu - Der Fall verdeutlicht, welche Gefahren beim Fliegen drohen, falls man nicht angeschnallt ist: Bei einem Langstreckenflug der Hawaiian Airlines von der US-Stadt Phoenix nach Hawaii sind mehrere Personen zum Teil schwer verletzt worden, berichtet Merkur.de. Aufgrund von plötzlichen, schweren Turbulenzen. 

USA: Schwere Turbulenzen in Airbus-Flugzeug der Hawaiian Airlines - zahlreiche Passagiere verletzt

Die Maschine, ein Airbus vom Typ A330-243, war in etwa 11.000 Metern Flughöhe infolge von extremen Luftverwirbelungen rapide hinabgesunken. Daraufhin wurden einige Passagiere aus ihren Sitzen geschleudert. Menschen seien gegen die Decke oder woanders hingeflogen, hieß es von offizieller Seite. Ersten Erkenntnissen zufolge haben sich 36 Flugzeuginsassen verletzt, elf von ihnen schwer. Laut Behördenangaben sind darunter ein 14 Monate altes Kind sowie ein Teenager, außerdem habe es Besatzungsmitglieder getroffen.

Bilder und Videos aus dem Innenraum der Hawaiian-Airlines-Maschine verdeutlichen das dramatische Ausmaß: Die Deckenverkleidung enthält Risse, am Fußboden liegen lauter Sachen herum. Passagiere sitzen oder liegen benommen auf ihren Sitzen, teils haben sie blutige Wunden davongetragen. Sauerstoffmasken hängen herab. Trotz des drastischen Vorfalls konnte das Großraumflugzeug mit 278 Passagieren und 10 Besatzungsmitgliedern letztlich sicher landen.

Kurz vor Hawaii: Luftverwirbelungen erzeugen Chaos in vollbesetztem Flieger

Gegenüber der NY Times erklärte ein Meteorologe des Nationalen Wetterdienstes, dass zum Zeitpunkt der Turbulenzen in dem Gebiet über dem Pazifik vor Hawaii eine Wetterwarnung für Gewitter herausgegeben wurde. Der Zwischenfall geschah bereits während dem Landeanflug rund 30 Minuten vor dem Zielort. Derartige Luftbewegungen können unerwartet durch kalte und warme Wetterfronten, Gewitter, Jetstreams oder sogar schwere und langsam fliegende Flugzeuge verursacht werden. 

Laut der Fluggesellschaft Hawaiian Airlines landete der vollbesetzte Flieger um 11.00 Uhr Ortszeit (Sonntagmorgen) auf dem Daniel K. Inouye International Airport in Honolulu. Umgehend nach der Landung wurden die verletzten Passagiere durch medizinisches Personal versorgt. Es gäbe Kopfverletzungen, Prellungen und Risswunden, in Lebensgefahr befinde sich dem Vernehmen nach niemand.

Schwere Turbulenzen: Weitere Aufnahme aus dem Airbus A330 der Hawaiian Airlines
Schwere Turbulenzen: Weitere Aufnahme aus dem Airbus A330 der Hawaiian Airlines. © Jazmin Bitanga/dpa

Turbulenzen im Flugzeug öfter bei Flügen über Ozeane und Gebirgen

Die Website Honolulu Civil Beat zitiert eine Passagierin, deren Mutter bei dem Flug keine Gelegenheit gehabt hätte, sich anzuschnallen. „Sie flog hoch und schlug gegen die Decke“, außerdem seien die Turbulenzen „aus dem Nichts“ gekommen. Die Untersuchungen des Fluges HA35 beziehen sich nun auch darauf, inwiefern die Passagiere seitens Crew gewarnt wurden und ob die Anschnallzeichen aktiviert waren.

Turbulenzen kommen gerade bei Langstreckenflügen immer wieder mal vor. Wie das Portal Reisereporter.de schildert, geschieht dies häufig auf Flügen über den Atlantik. Auch über Nordengland und Nordeuropa könne es häufiger wackeln, holprig wird es immer wieder mal auch bei Flügen über hohe Gebirge, wie die Alpen, Pyrenäen, Rocky Mountains oder die Anden. (pf)

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