20 Tote

Flugzeugabsturz in der Schweiz: „Tante Ju“ fliegt bald wieder

+
Dieses von Ju-Air zur Verfügung gestellte Foto zeigt drei Flugzeuge vom Typ Junkers JU-52-Flugzeuge in der Luft. Ein typengleiches Flugzeug der JU-AIR ist am Samstagnachmittag, dem 04.08.2018, in den Schweizer Alpen abgestürzt.

Auf dem Rückflug ist eine Junkers Ju-52 „Tante Ju“ in der Schweiz abgestürzt. 20 Menschen sind bei dem Unglück ums Leben gekommen. Die Fluggesellschaft will bald wieder fliegen.

  •  Am Samstag (4. August 2018) ist eine Ju-52 in den Schweizer Alpen abgestürzt.
  • 17 Passagiere und drei Besatzungsmitglieder sich bei dem Unglück mit dem Oldtimer-Flugzeug ums Leben gekommen.
  • Die Junker mit der Kennzeichnung HB-HOT stürzte kürz vor 17 Uhr an der Westflanke am Piz Segnas auf einer Höhe von 2.540 Metern über dem Meeresspiegel ab.
  • Nach dem Flugzeugabsturz geht die Suche nach der Unglücksursache weiter. 
  • Fluggesellschaft Ju-Air will bald wieder fliegen. 

Nach Flugzeugabsturz in der Schweiz - Update vom 7. August 2018

Nach dem Flugzeugunglück mit 20 Toten in der Schweiz will die betroffene Fluggesellschaft Ju-Air ihren vorübergehend eingestellten Betrieb Ende nächster Woche wieder aufnehmen. Der nächste Flug mit einer der beiden verbliebenen Oldtimer vom Typ Junkers Ju-52 sei für den 17. August geplant, sagte Ju-Air-Sprecher Christian Gartmann am Dienstag im Radio SRF - wenn bis dahin keine Erkenntnisse auftauchten, die die Sicherheit in Frage stellten.

Tragischer Flugzeugabsturz in der Schweiz - Meldungen vom 6. August 2018

Flims - Zwei Tage nach dem Flugzeugabsturz suchen Experten weiter nach der Ursache. Das Maschine vom Typ Ju-52 ist fast 80 Jahre alt und hat keine Blackbox an Bord. Zudem gibt es in Bergtälern, wie die Deutsche Presseagentur berichtet, nur wenig Radaraufzeichnungen.

Das Unternehmen JU-Air hat seinen Flugbetrieb bis auf weiteres eingestellt. Bereits gekaufte Tickets und Fluggutscheine behalten ihre Gültigkeit.

JU-Air Crew und Bodenpersonal arbeiten ehrenamtlich

Crew und Bodenpersonal arbeiten ehrenamtlich, wie auf der Webseite des Vereins zu lesen ist. Seit 35 Jahren bietet JU-Air touristische Rundflüge an. 

Technische Mängel schließt der Verein eigentlich aus: Das Flugzeug sei seit der letzten Wartung ohne jegliche Mängel erst fünf Stunden geflogen. Auch das Alter der Maschine spielt nach Angaben des Flugermittlers keine Rolle. „Wenn sie richtig gewartet wird, kann sie betrieben werden“, sagt Daniel Knecht von der Unglücksuntersuchung.

Menschliches Versagen hält der Gründer des Vereins ebenfalls für unwahrscheinlich, da sowohl der 62-jährige Pilot als auch der 63-jährige Copilot mehr als 30 Jahre Erfahrung bei der Luftwaffe und in der Zivilluftfahrt hatten. Eine Kollision mit Kabeln oder anderen Hindernissen oder Fremdeinwirkung von außen haben die Ermittler auch schon praktisch ausgeschlossen, wie Knecht sagte.

Warum ist diese Ju-52 in den Schweizer Alpen abgestürzt?

Schock nach dem Absturz der Junker Ju-52 in den Schweizer Alpen

Die Nachrichten vom 5. August 2018: Bei dem Flugzeugunglück in den Schweizer Alpen sind nach Polizeiangaben 20 Menschen ums Leben gekommen. Das Oldtimer-Flugzeug vom Typ Junkers Ju-52 war am Samstagnachmittag am Berg Piz Segnas abgestürzt.

Bei dem Absturz eines Oldtimer-Flugzeugs vom Typ Junkers Ju-52 in der Schweiz sind 20 Menschen gestorben. Das teilte die Polizei am Sonntag in Flims mit. Die fast 80 Jahre alte Maschine war am Samstagnachmittag am Berg Piz Segnas verunglückt. Die Absturzstelle liegt abgelegen in den Bergen Graubündens auf 2500 Metern Höhe. Bei dem Einsatz der Rettungs- und Bergungskräfte waren mehrere Hubschrauber beteiligt.

Die Maschine gehörte der Ju-Air, die touristische Rundflüge anbietet. „Das Team der Ju-Air ist tief traurig und denkt an die Passagiere, die Crew und Familien und Freunde der Verunglückten“, teilte das Unternehmen mit. Der Flugbetrieb werde bis auf Weiteres eingestellt. Die Maschinen sind im Volksmund als „Tante Ju“ bekannt und werden oft zu Geburtstagen oder Jubiläen von Familien, Firmen oder Vereinen gebucht.

Die abgestürzte Maschine hatte Platz für 17 Passagiere, zwei Piloten und ein weiteres Besatzungsmitglied. Sie stammte aus dem Jahr 1939. Ju-Air gehört einem Verein von Freunden der schweizerischen Luftwaffe (VFL), der 1981 die drei von der Luftwaffe ausgemusterten Maschinen übernommen hatte.

Am Samstag war bei Hergiswil - rund zehn Kilometer südlich von Luzern am Vierwaldstättersee - ein weiteres Flugzeug abgestürzt. Eine vierköpfige Familie aus der Region mit zwei minderjährigen Kindern kam dabei ums Leben, wie die Polizei in Nidwalden berichtete.

War die Hitze ein Grund für den Absturz?

Schweizer Medien zitierten Flugexperten mit Spekulationen, dass die Hitze bei den Unglücken eine Rolle gespielt haben könnte. Bei Hitze sei die Luft dünner, was die Leistung von Maschinen beeinträchtige. Ju-Air und Polizei machten zunächst keine Angaben zu den Ursachen der beiden Unglücke.

Dieses von Ju-Air zur Verfügung gestellte Foto zeigt drei Flugzeuge vom Typ Junkers JU-52-Flugzeuge in der Luft. Ein typengleiches Flugzeug der JU-AIR ist am Samstagnachmittag, dem 04.08.2018, in den Schweizer Alpen abgestürzt.

dpa/ml

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.