Wie in "Star Wars"

Forscher machen große Entdeckung im Weltraum

München - Wissenschaftler haben mit Hilfe des US-Weltraumteleskops Kepler etwas entdeckt, das man aus der "Star Wars"-Saga kennt. In unserem Sonnensystem kommt es jedoch nur ganz selten vor. 

Die Profi-Sternegucker entdeckten den bislang größten Planeten außerhalb unseres Sonnensystems, der um zwei Sterne kreist. Der Exoplanet Kepler-1647b habe ungefähr die Größe von Jupiter, seine beiden Sterne seien etwas größer und etwas kleiner als unsere Sonne, sagte der US-Astronom William Welsh am Montag während der Tagung des Astronomen-Verbands AAS im kalifornischen San Diego.

Nach seinen Angaben befindet sich der rund 4,4 Milliarden Jahre alte Exoplanet im Sternbild Schwan und ist rund 3700 Lichtjahre von der Erde entfernt. Um seine Sterne zu umlaufen, benötigt er eine Rekorddauer von 1107 Tagen.

Kepler-1647b befindet sich zwar in einer sogenannten habitablen Distanz zu seinen beiden Sternen - das heißt, auf ihm wäre es weder zu heiß noch zu kalt und Wasser könnte es dort auch geben - doch als riesiger Gas-Planet wird er wahrscheinlich kein Leben beherbergen. Es könnte allerdings nach Einschätzung der Astronomen auf seinen Monden entstehen, sollte der Exoplanet überhaupt welche haben und diese groß genug sein.

Kepler-1647b ist der elfte zirkumbinäre Planet, der seit 2005 entdeckt wurde. Diese werden auch "Tatooines" genannt, in Anlehnung an den fiktiven Heimatplaneten von Luke Skywalker aus der "Star Wars"-Saga, der ebenfalls um ein Sonnenpaar kreist.

Tiefer Blick ins All: 25 Jahre Weltraumteleskop "Hubble"

3000 Sterne gehören zum Sternenhaufen Westerlund 2. Foto: Nasa/Hubble
3000 Sterne gehören zum Sternenhaufen Westerlund 2. Foto: Nasa/Hubble © Nasa / Hubble Handout
Sternen-Wiege: Nur wenige Millionen Jahre sind diese Himmelskörper alt. Foto: Nasa/Esa/F. Paresce
Sternen-Wiege: Nur wenige Millionen Jahre sind diese Himmelskörper alt. Foto: Nasa/Esa/F. Paresce © Nasa / Esa / F. Paresce / Hando
Der Tarantelnebel ist Bestandteil der Großen Magellanschen Wolke. Foto: Nasa
Der Tarantelnebel ist Bestandteil der Großen Magellanschen Wolke. Foto: Nasa © Nasa Handout
Seit einem Vierteljahrhundert entzücken die Hubble-Fotos aus dem All nicht nur Wissenschaftler. Foto: NASA/ESA/Hubble Heritage Team
Seit einem Vierteljahrhundert entzücken die Hubble-Fotos aus dem All nicht nur Wissenschaftler. Foto: NASA/ESA/Hubble Heritage Team © Nasa/Esa/Hubble Heritage Team/Ha
Die Aufnahme dieser Spiralgalaxie gelang durch die Kombination von Bildern eines Teleskops auf der Erde und einer Hubble-Aufnahme. Foto: Nasa/Hubble
Die Aufnahme dieser Spiralgalaxie gelang durch die Kombination von Bildern eines Teleskops auf der Erde und einer Hubble-Aufnahme. Foto: Nasa/Hubble © Nasa/Hubble
Der Krebsnebel ist der Überrest einer Supernova. Foto: Nasa
Der Krebsnebel ist der Überrest einer Supernova. Foto: Nasa © Nasa / Handout
Hubble-Aufnahme des "Pferdekopfnebels". Foto: Nasa/Esa/Hubble Heritage Team
Hubble-Aufnahme des "Pferdekopfnebels". Foto: Nasa/Esa/Hubble Heritage Team © Nasa/Esa/Hubble Heritage Team
Smiley im Universum: Die "Augen" bestehen aus zwei extrem hellen Galaxien. Foto: ESA/NASA
Smiley im Universum: Die "Augen" bestehen aus zwei extrem hellen Galaxien. Foto: ESA/NASA © 

Welshs Kollege Laurance Doyle hatte den ersten Transit von Kepler-1647b vor seinen beiden Sternen bereits 2011 beobachtet. Doch dauerte es Jahre, um nachweisen zu können, dass es sich dabei tatsächlich um einen zirkumbinären Riesenplaneten handelt.

Kepler zeichnet erstmals Supernova-Explosion auf

AFP

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