Nur noch eine Frage der Zeit?

Leben im All: Nasa-Forscher erwarten Nachweis in den nächsten 20 Jahren

Stellten sich bei einer Konferenz in Washington Fragen zum Thema „Außerirdisches Leben“: John Grunsfeld (von links), Jim Green, Jeff Newmark, Paul Hertz und Ellen Stofan von der US-Raumfahrtbehörde Nasa. Screenshot: YouTube

Washington. Sind wir allein im Universum? Die amerikanische Raumfahrtbehörde Nasa ist sich sicher: Nein, das sind wir nicht.

Innerhalb der nächsten 20 Jahre rechnen die Wissenschaftler mit handfesten Beweisen für außerirdisches Leben.

„Starke Hinweise darauf werden wir meiner Meinung nach im nächsten Jahrzehnt haben und definitive Beweise in den nächsten 10 bis 20 Jahren“, sagte Nasa-Wissenschaftlerin Ellen Stofan US-Medienberichten zufolge bei einer Konferenz in Washington. „Wir wissen, wo wir schauen müssen, wir wissen, wie wir schauen müssen, und in den meisten Fällen haben wir auch die Technologie.“ Es ist also nur noch eine Frage der Zeit, bis die Forscher auf Leben in den unendlichen Weiten des Weltraums treffen.

Keine grünen Männchen

Wer jetzt aber Ufos, E.T. oder Darth Vader aus den „Star Wars“-Filmen erwartet, der wird enttäuscht sein. Denn um Aliens gehe es dabei nicht, stellte Stofan klar: „Wir reden nicht von kleinen grünen Männchen. Wir reden von Mikroben.“ Unter anderem hatte bereits der Marsrover „Curiosity“, eines der teuersten Projekte der Nasa, Spuren von früherem Leben auf dem Roten Planeten entdeckt.

In einer kleinen Schaufel Mars-Gesteinsstaub entdeckte der Roboter unter anderem Spuren von Schwefel, Stickstoff, Phosphor und Kohlenstoff – alles chemische Stoffe, die bei der Entstehung von Leben eine wichtige Rolle spielen. Das lässt nach Angaben der Nasa den Schluss zu, dass mikrobielles Leben auf dem Mars existiert haben könnte.

Die Konferenz der Nasa wurde im Internet live per Video übertragen. Per Twitter konnten Interessierte unter dem Hashtag #askNASA Fragen stellen und die Forscher gaben Auskunft. Den Mitschnitt der Konferenz gibt es in voller Länge auf YouTube. (mit dpa)

Botschaften für Außerirdische

Die Hoffnung, Kontakt mit außerirdischem Leben aufzunehmen, gibt es schon lange. Forscher haben sogar bereits Botschaften ins All geschickt, die Aliens empfangen könnten. Gespeichert sind diese Bild- und Tonaufnahmen auf Datenplatten an Bord der beiden interstellaren Raumsonden Voyager 1 und Voyager 2, die 1977 gestartet sind. Diese sogenannten „Voyager Golden Records“ enthalten 115 analog gespeicherte Bilder, gesprochene Grüße in 55 verschiedenen Sprachen, sowie verschiedene Geräusche wie Wind, Donner und Tiergeräusche. Auch Musik ist darauf gespeichert – von Chuck Berry über Bach bis Beethoven.

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