Das All im Reich der Träume

Forscher: Universum wird für immer einschlafen

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Computergrafik zeigt den Blick auf ein schwarzes Loch von der Seite während es Gas ins Weltall schleudert und dabei eine spiralförmige Spur hinterlässt.

Garching - Das Universum verschwindet. Diese Tatsache ist Forschern bereits seit den 90er-Jahren bekannt. Doch nun kamen die Wissenschaftler zu neuen, erstaunlichen Ergebnissen.

Mit einer Reihe der leistungsstärksten Teleskope der Welt haben Astronomen die bislang umfassendsten Belege für den langsamen Tod des Universums in fernster Zukunft gesammelt. Den neuen Beobachtungen zufolge ist die heute im nahen Universum ausgestoßene Energiemenge nur noch halb so groß wie noch vor zwei Milliarden Jahren, wie die Europäische Südsternwarte (ESO) am Montag in Garching mitteilte. "Das Universum wird fortan zunehmend verfallen und langsam alt werden", erläuterte der Wissenschaftler Simon Driver. "Das Universum hat es sich im Prinzip schon auf dem Sofa gemütlich gemacht, eine Decke übergezogen und ist dabei, für immer und ewig einzunicken", erklärte der Forscher.

Die Tatsache, dass das Universum langsam dahinschwindet, ist laut ESO bereits seit den späten 90er-Jahren bekannt. Die aktuelle Studie zeigt jedoch erstmals, dass dies in allen Wellenlängen vom ultravioletten bis zum infraroten Licht geschieht. Gesammelt wurden die neuen Erkenntnisse im Rahmen des Projekts GAMA, der bislang größten Galaxien-Durchmusterung über mehrere Wellenlängen. Das internationale Astronomen-Team, darunter Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Kernphysik in Heidelberg und von der Hamburger Sternwarte, wollte seine Arbeit am Montag vor der Generalversammlung der Internationalen Astronomischen Union (IAU) auf Hawaii präsentieren.

Die Forscher untersuchten mehr als 200.000 Galaxien und maßen dabei genauer als je zuvor die Energie, die in einem großen Teil des Universums erzeugt wird. An den Beobachtungen waren unter anderem Großteleskope des Paranal-Observatoriums der ESO in Chile sowie drei Weltraumteleskope beteiligt.

AFP

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