Gräber aus Stein - die Natur schlägt zurück

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31. Mai 2006: Auf der St.-Gotthard-Autobahn bei Gurtnellen (Schweiz) wird ein Ehepaar aus Baden-Württemberg (64, 57) im eigenen Auto von einem ­riesigen Felsbrocken mit mehreren Metern Durchmesser ­erschlagen. Das Auto geht in Flammen auf. Insgesamt stürzen rund ein Dutzend großer Felsen auf die Straße und bringen einen Lkw zum Umstürzen. Der Fahrer kommt mit dem Schrecken davon.
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21. August 2009: Fünf portugiesische Touristen, alle aus dem Norden des Landes, sterben an einem gut besuchten Strand an der Algarveküste bei Albufeira durch herabstürzende Felsbrocken. Drei ­weitere Urlauber werden verletzt. Ein Teil der Steilküste war plötzlich auf den Strand gekracht. Bei den Toten handelt es sich um ­eine vierköpfige Familie und ein weiteres Opfer.
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5. Januar 2007: Im Hinteren Rheintal in der Schweiz donnert abends ein Personenzug in ­einen niedergegangenen ­Felssturz, der die Galerie eindrückte. Der Lokführer und 30 Fahrgäste bleiben wie durch ein Wunder unverletzt. Auch die Simplonstraße wird verschüttet. Als Grund gibt ein Experte den Wechsel von Nachtfrost und milden Tagestemperaturen an, der die Felsen sprengt.
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13. Juli 2006: An der Ostflanke des Eiger in den Berner Alpen (Schweiz) stürzen 500 000 Kubikmeter Felsbrocken auf den Unteren Grindelwald­gletscher. Am gleichen Tag fällt die „Madonna vom Eiger“ zu Tal – ein ungefähr 30 Meter hoher Felsturm mit 600 Kubikmeter Volumen. Als mögliche Ursachen nennen Experten massives Eindringen von Schmelzwasser, aber auch das Schrumpfen des Gletschers, der die Talwände stützt.
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14. Oktober 2000: Am Schweizer Simplonpass (an der Grenze zu Italien) geht eine Geröll-Lawine mit großer Geschwindigkeit ab. Die Folgen: elf Todesopfer im Dorf Gondo und zwei Verschollene. Die Mure hat ein Volumen von etlichen 10 000 Kubikmetern. Genau vier Jahre später wurde das wieder aufgebaute Dorf eingeweiht. Vor der Katastrophe lebten 120 Menschen in Gondo, 2007 nur noch 80.
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25. Januar 2010: Ein Steinschlag in Stein an der Traun begräbt ein Einfamilienhaus unter sich: Zwei Menschen sterben, zwei können wie ein Wunder lebend geborgen werden.

Die Katastrophe von Stein an der Traun zeigt uns, wie schutzlos wir oft den Naturgewalten ausgeliefert sind. Immer wieder kommt es zu verhängnisvollen Fels- und Bergstürzen, vor allem im Alpenraum oder an Steilküsten. Sehen Sie hier einige drastische Fälle.

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