Fragen und Antworten zum Hundeführerschein

Kassel. Die Forderung der hessischen Tierschutzbeauftragten Madeleine Martin, einen Hundeführerschein von allen Haltern zu verlangen, erfährt Zustimmung, aber auch Ablehnung. Die Debatte wirft zahlreiche Fragen auf, wie der Vorschlag umgesetzt werden soll. Wir fassen sie zusammen:

Wer soll den Hundeführerschein ablegen?

Die Tierschutzbeauftragte fordert, dass jeder, der einen neuen Hund anschafft, den Hundeführerschein ablegt. Das soll unabhängig von der Rasse des Tieres gelten, also nicht nur für Kampfhunde. Laut Madeleine Martin geht es nämlich nicht nur um die Gefährlichkeit der Tiere, sondern auch um die Kompetenz des Halters.

Woraus setzt sich die Prüfung zusammen?

Zunächst soll der Halter in einer theoretischen Sachkundeprüfung zeigen, dass er weiß, wie man mit einem Hund umgeht. Das muss laut Martin jeder Hundehalter nur einmal machen. Ein weiterer Test wird aber bei jedem neuen Hund fällig: Eine Mensch-Tier-Team-Prüfung soll zeigen, dass Halter und Hund harmonieren und das Tier tatsächlich gehorcht.

Was wird alles in der Prüfung verlangt?

Martin geht es darum, dass der Hund in normalen Situationen auf seinen Halter hört. Geprüft würden nur grundlegende Befehle wie „Sitz!“ und „Bei Fuß!“

Ist jemand von der Prüfung ausgenommen?

Wer bereits einen Hund besitzt, soll die Prüfung nur dann ablegen, wenn ein besonderer Grund vorliegt: Der Hund war auffällig, oder der Halter hat Vorstrafen. Es müsse auch nicht jedes Familienmitglied den Hundeführerschein machen. Nach Ansicht der Tierschutzbeauftragten genügt es, wenn für jeden Hund eine Person nachweist, dass sie verantwortungsvoll mit dem Tier umgeht und ihr Wissen an diejenigen weitergibt, die mit dem Tier zu tun haben.

Wer darf den Hundeführerschein abnehmen?

Die Prüfung muss laut Tierschutzbeauftragter nicht von staatlichen Behörden abgenommen werden. Diese Aufgabe könnten stattdessen Hundeschulen, Tierärzte und anerkannte Hundeverbände übernehmen. Viele davon bieten schon jetzt einen Hundeführerschein an - allerdings freiwillig.

Von Marcus Janz

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