Gewaltsamer Tod

Tote Frau in Frankfurter Straßengraben: Wohl mehrere Menschen an gewaltsamem Tod beteiligt

Die Tote wurde in Frankfurt-Niedereschbach gefunden. Jetzt kam es zu einer Festnahme in dem „Cold Case“. (Archivbild)
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Die Tote wurde vor Jahren in Frankfurt-Niedereschbach gefunden. Jetzt kam es zu einer Festnahme in dem „Cold Case“. (Archivbild)

Im Fall der toten Frau, die in einem Straßengraben in Frankfurt gefunden wurde, gibt es neue Entwicklungen. Mehrere Personen sollen an ihrem Tod beteiligt gewesen sein.

  • Im August 2016 wird in Frankfurt eine Frau tot in einem Straßengraben gefunden.
  • Im Lauf der Ermittlungen konnte ein 23-jähriger Mann festgenommen werden.
  • Jetzt wurden zwei weitere Tatverdächtige festgenommen.

Update vom Mittwoch, 03.06.2020, 15.24 Uhr: Wie nun auch die Polizei Frankfurt bestätigt hat, wurden im Zusammenhang mit dem gewaltsamen Tod der 56-jährigen Martina Gabriele Lange zwei weitere Tatverdächtige festgenommen.

Nachdem bereits am 06.05.2020 ein 23-jähriger Mann aus Büttelborn festgenommen worden war, folgte nun die Festnahme von zwei weiteren Tatverdächtigen. Gegen eine 49-jährige Frau und ihren 25 Jahre alten Sohn wurden Haftbefehle wegen des Verdachts auf Mordes erlassen. Alle drei Verdächtigen befinden sich in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen zu den Hintergründen dauern an, heißt es.

Frankfurt: Tote Frau in Straßengraben – Neue Erkenntnisse zu möglichen Tätern

Update vom Freitag, 29.05.2020, 08.36 Uhr: Im Fall von Martina Gabriele, die im August 2016 tot in einem Straßengraben im Frankfurter Stadtteil Nieder-Eschbach gefunden wurde, gibt es neue Entwicklungen. 

Laut Informationen von “Bild.de„ habe die Kripo eine 49-jährige Frankfurterin und ihren Sohn festgenommen. Sie sollen zusammen mit dem Verdächtigen, der bereits Anfang Mai festgenommen wurde, für den Tod von Martina Gabriele verantwortlich sein. Wie Bild weiter wissen will, sollen Gabriele und die Tatverdächtigen eine intime Beziehung gehabt haben.

Frankfurt: Tote Frau in Straßengraben – Niemand hatte sie vermisst gemeldet

Update von Freitag, 22.05.2020, 14.24 Uhr: Nachdem Martina Gabriele Lange aus Frankfurt vor über dreieinhalb Jahren tot in Nieder-Eschbach gefunden wurde, hat die Polizei Anfang Mai einen Verdächtigen festgenommen. Stück für Stück kommen jetzt neue Details über den ehemaligen „Cold Case“ ans Licht. Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung meldet, war wohl die DNA-Probe einer Angehörigen der toten Frau entscheidend für den Ermittlungserfolg.

Ein Zeuge habe sich nach dreieinhalb Jahren bei der Polizei gemeldet. Im Zuge der erneuten Ermittlungsarbeit gelang es der Polizei, eine Angehörige ausfindig zu machen. Ein Vergleich mit der DNA der toten Frau gab schließlich Gewissheit. Unklar bleibe, warum niemand aus ihrer Familie die Frau aus Frankfurt als vermisst gemeldet hatte.

Wie die Polizei schließlich den Verdächtigen ermittelte, dazu gibt es keine neuen Informationen. Derzeit befindet sich der 23-jährige Mann aus Büttelborn im Kreis Groß-Gerau in Untersuchungshaft. Er soll aus dem persönlichen Umfeld der toten Frau stammen.

Tote Frau in Frankfurter Straßengraben: Polizei nimmt Verdächtigen im „Cold Case“ fest

Update von Dienstag, 12.05.2020, 14.59 Uhr: Im Zusammenhang mit dem gewaltsamen Tod der 56-jährigen Martina Gabriele Lange aus Frankfurt-Bonames hat die Polizei einen Mann festgenommen. Er soll im dringenden Verdacht stehen, die Frau getötet zu haben. Der heute 23-jährige Mann war bereits vergangenen Mittwoch (06.05.2020) festgenommen worden. Die Polizei gab die Festnahme erst jetzt bekannt.

Nach mehr als dreieinhalb Jahren rollt die Polizei den Fall einer in Frankfurt getöteten Frau neu auf. Ihre Identität ist nun geklärt. Die Ermittler haben mehrere Fotos veröffentlicht. Diese beiden Aufnahmen stammen aus dem Jahr 2008. 

Bei dem Verdächtigen soll es sich um einen Mann aus dem persönlichen Umfeld der Toten handeln. Er stammt aus Büttelborn im Kreis Groß-Gerau. Nähere Angaben zu möglichen Hintergründen der Tat und zur genauen Beziehung der Toten zu dem 23-Jährigen machte die Polizei aufgrund der laufenden Ermittlungen nicht.

Die Tote war im August 2016 gefunden worden. Lange Zeit war ihre Identität unbekannt. Am 06.05.2020 war die Polizei mit dem „Cold Case“ an die Öffentlichkeit gegangen und hatte um Mithilfe gebeten. Neue Hinweise hatten zur Identität der Toten geführt.

Polizei Frankfurt geht mit „Cold Case“ an die Öffentlichkeit

Erstmeldung von Mittwoch, 06.05.2020, 15.03 Uhr: Frankfurt – Mehr als dreieinhalb Jahre nach dem gewaltsamen Tod einer Frau in Frankfurt hat die Polizei den „Cold Case“ wieder aufgenommen. Am 10. August 2016, einem Mittwoch, war in einem Graben an der Züricher Straße im Stadtteil Nieder-Eschbach eine Leiche gefunden worden.

Damals blieben die Ermittlungen ohne Erfolg. Nun seien überraschend Hinweise eingegangen, wegen derer der Fall neu aufgerollt werde, sagte ein Sprecher derPolizei Frankfurt. Dank dieser unerwarteten Entwicklungen sei es gelungen, die bis dahin unbekannte Identität der Getöteten doch noch zu klären. 

„Cold Case“ in Frankfurt neu aufgerollt: Polizei veröffentlicht Fotos von getöteter Frau

Bei der Toten handelt es sich demnach um Martina Gabriele Lange, Spitzname „Gabi“. Zuletzt soll sie im Frankfurter Stadtteil Bonames gewohnt haben. Die letzte bekannte Wohnadresse stammt aus dem Jahr 2011 und ist die Theodor-Thomas-Straße 9, die knapp zwei Kilometer von dem Ort entfernt liegt, an dem Lange tot aufgefunden wurde. 

Die Polizei Frankfurt hat nun eine umfangreiche öffentliche Fahndung veröffentlicht. Neben Details zur Person und Fotos, die Lange zu Lebzeiten zeigen, gehören zu den verbreiteten Unterlagen auch Bilder des Leichnams.

Identität von Toter geklärt: Polizei Frankfurt geht bei ehemaligen „Cold Case“ offensiv vor

Mit dem „recht offensiven“ Vorgehen erhoffe man sich neue Hinweise, sagte ein Sprecher der Polizei Frankfurt, um den ehemaligen „Cold Case“ doch noch zu einem Abschluss zu bringen. Auf den Bildern der Leiche, die bereits 2016 veröffentlicht worden seien, sehe Lange deutlich anders aus als auf den Fotos, die sie vor ihrem Tod zeigen. Vielleicht, so die Hoffnung, könnten Zeugen, die sie damals nicht erkannten, sich nun an die Frau erinnern.

Diese Karte zeigt den Fundort der Leiche, den Wohnort der Getöteten und ihren letzten bekannten Aufenthaltsort.

Martina Gabriele Lange war 56 Jahre alt, als sie starb. Vor ihrem Tod soll sie sich zuletzt am Ben-Gurion-Ring in Frankfurt aufgehalten haben, der zwischen dem Fundort ihres Leichnams und ihrem damaligen Wohnort liegt. 

Leichenfund von August 2016: Polizei Frankfurt hält sich bedeckt mit Details zu Todesumständen 

Zur Todesursache oder einem genauen Todeszeitpunkt macht die Polizei Frankfurt aus taktischen Gründen derzeit keine Angaben. Sie spricht von einem gewaltsamen Tötungsdelikt. Der Fundort des Leichnams in der Züricher Straße ist eine Grünfläche gegenüber eines Ikea Möbelhauses.

Beim Auffinden habe die Getötete lediglich ein T-Shirt, eine Jogginghose, Socken und eine Unterhose getragen. Neben dem Leichnam wurde eine bunte Damenhandtasche der Marke „Oilily“ entdeckt. Die Bilder zeigen, dass Lange ein auffälliges Tattoo im Nacken hatte. Diese und weitere Aufnahmen sind auf dem Portal der Polizei zugänglich.

Frankfurt: Tote war Hundefreundin – Polizei bittet Öffentlichkeit um Mithilfe

Zu Lebzeiten soll Lange regelmäßig mit ihrem Hund „Amos“ auf der Hundewiese im Frankfurter Niddapark Gassi gegangen sein. „Amos“ starb im Jahr 2010. Laut Polizei Frankfurt ging Lange aber auch in den darauffolgenden Jahren mit anderen Hunden im Bereich des Ben-Gurion-Rings spazieren.

Ein Foto von Hund „Amos“ (verstorben im Jahr 2010), mit dem die Getötete häufig in Frankfurt unterwegs war. 

Um ihren ehemaligen „Cold Case“ nun doch noch klären zu können, bittet die Polizei Frankfurt um Hinweise. Wer kannte Martina Gabriele Lange? Wer hat zwischen dem 9. August 2016 und dem 10. August 2016 verdächtige Beobachtungen gemacht? Unter der Telefonnummer  069/755-51199 nimmt die Kriminalpolizei Frankfurt Anrufe entgegen. Alternativ können sich Zeugen auch bei jeder anderen Polizeidienststelle melden. 

Frankfurt: „Cold Case“ ist selten, aber nicht ungewöhnlich

Es ist selten, aber nicht ungewöhnlich, dass die Polizei Fälle, die nie aufgeklärt wurden, wieder aufnimmt. Ganz in der Nähe von Frankfurt, an der A5 bei Rosbach, wurde etwa vor mehr als 20 Jahren eine Frauenleiche gefunden. Über die TV-Sendung „Aktenzeichen XY“ versuchte die Polizei 2019, die Ermittlungen neu anzustoßen. Dass sich solche Beharrlichkeit lohnen kann, zeigt der ehemalige „Cold Case“ Johanna. Schlussendlich wurde doch ein Mann für den Mord an dem Mädchen aus Ranstadt verurteilt. 

(ag)

Aktuelle Öffentlichkeitsfahndung nach Identität von Totem

Am 29. Februar 2020 wurde in der Isar bei Bad Tölz ein toter Wanderer gefunden.* Nun sucht die Polizei mit Foto nach seiner Identität. 

In Frankfurt wurde ebenfalls eine Leiche gefunden. Immerhin ist das Alter des Mannes bekannt. Wie er zu Tode kam jedoch noch nicht.

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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