Zivilcourage teuer bezahlt

Frau deckt Kindersex-Skandal auf - Kündigung

Krefeld - Unfassbar! Eine junge Mitarbeiterin aus Krefeld hat in einem Fotoladen kinderpornografische Bilder bei einem Kunden entdeckt und die Polizei verständigt. Von ihrem Chef bekam sie dafür keinen Dank - sondern die Kündigung.

Die 24-Jährige hatte von ihrem Boss den Auftrag erhalten, rund 1000 Bilder eines Kunden von einem Speicherstick auf Papier zu drucken. Eigentlich sollte sie die Fotos nicht bearbeiten, doch offenbar ging es nicht anders. „Das Format der Bilder stimmte nicht. Sonst wären beispielsweise die Köpfe abgeschnitten worden", wird die Frau auf dem Online-Portal der Westdeutschen Zeitung wz-newsline.de zitiert.

Was sie dabei sah, ließ Ihren Atem stocken. Vielfach waren nach dem Bericht Kinder nackt fotografiert worden - oftmals war das Geschlechtsteil im Mittelpunkt. Als die 24-Jährige ihren Chef hinzuzog, sagte dieser offenbar, da könne man nichts machen. Es wäre kein Missbrauch zu sehen. Doch der Mitarbeiterin ließen die Bilder keine Ruhe. Auch nicht nach Dienstschluss. Sie ging zur Polizei und erstattete Anzeige gegen den Kunden des Ladens.

Unfassbar! Am nächsten Tag flattert ihr die Kündigung ins Haus. Anstatt sie für ihre Zivilcourage zu loben, feuert sie ihr Boss. "Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit sah mein Chef als nicht mehr gegeben an", wird die 24-Jährige auf wz-newsline.de zitiert. Überdies machte er ihr noch Probleme, indem er beim Arbeitsamt angab, die Frau hätte die Foto-Daten bei Ihm gestohlen. Erst die Polizei konnte das Missverständnis bei der Behörde klarstellen.

Mittlerweile ist die 24-Jährige seit Oktober vergangenen Jahres arbeitslos. Von der Polizei bekommt sie ein Riesen-Lob: Die Ermittlungen haben den Verdacht des Kindesmissbrauchs bestätigt. Jetzt liegt der Fall bei der Staatsanwaltschaft.

ole

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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