Zu Tode gequält

Frau stirbt nach Martyrium: 51-Jähriger schweigt vor Gericht

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Nach dem Todesfall in Alt Rehse hat er Prozess begonnen.

Neubrandenburg - Sie kannten sich übers Internet, nachdem die die Frau (32) an einer Sat.1-Kuppelshow teilgenommen hatte. Dann quälte der Mann (51) sein Opfer zu Tode. Nun steht der er vor Gericht.

Eine 32-jährige Frau, deren Leiche in einem kleinen Ort in Mecklenburg-Vorpommern gefunden worden war, hat ein Martyrium erdulden müssen. Das wurde am Mittwoch zum Beginn des Prozesses gegen ihren früheren Lebensgefährten am Landgericht Neubrandenburg deutlich.

Der 51-Jährige hatte gegenüber der Polizei von „Folter“ gesprochen, was ein Polizist als Zeuge vor Gericht wiederholte. Der Angeklagte habe die Frau nackt gefesselt, ihre Haare ans Bett gebunden und sie über etwa zwei Stunden mit einer Peitsche geschlagen, erklärte Staatsanwalt Stefan Gandert. Trinken und Essen habe er ihr verweigert.

Leiche wurde durch Zufall entdeckt

Dem Computerfachmann wird Freiheitsberaubung und Körperverletzung mit Todesfolge vorgeworfen. Vor Gericht wollte der Angeklagte auf Anraten seines Verteidigers aber keine Angaben machen.

Der 51-Jährige stammt aus der Nähe von Stuttgart und war vor mehreren Jahren nach Alt Rehse in Mecklenburg-Vorpommern gezogen. Er hatte die Frau, die aus Rheinland-Pfalz stammt, über das Internet kennengelernt, berichtete der Polizeibeamte. Das Opfer hatte vorher an einer Sat.1-Kuppelshow teilgenommen. Die Frau wurde bei Amtsgeschäften gerichtlich betreut.

Nach den Misshandlungen sei sie bewusstlos gewesen, sagte der Zeuge. Dann habe der Angeklagte sie einmal wiederbelebt, aber kurz danach sei sie gestorben. „Die genaue Todesursache war nicht mehr feststellbar“, erklärte ein Gerichtsmediziner. Der Vorfall soll sich bereits im Juni 2016 ereignet haben, die skelettierte Leiche war erst durch Zufall im August im Haus des Mannes gefunden worden. Ein Urteil soll frühestens am 1. März fallen.

dpa

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