Fall erneut vor Bundesgerichtshof

Frau stirbt bei Sexspiel mit Geliebtem

Cottbus - Der Tod einer 53-jährigen verheirateten Frau beim heimlichen Sexspiel mit ihrem Geliebten kommt ein zweites Mal vor den Bundesgerichtshof.

Wie das Landgericht Cottbus am Dienstag mitteilte, hat die Staatsanwaltschaft Revision gegen den kürzlichen Freispruch des Liebhabers eingelegt.

Der 61-jährige Imbiss-Betreiber war in einem ersten Verfahren 2010 wegen Totschlags zu neun Jahren Haft verurteilt worden. Gegen dieses Urteil hatte er erfolgreich die erste Revision in Karlsruhe eingelegt. Ein andere Cottbuser Kammer sprach ihn daraufhin in der zweiten Aprilwoche frei.

Die Richter hielten es in diesem zweiten Verfahren nicht für erwiesen, dass der Mann im März 2009 den Tod seiner Geliebten beim Sex verschuldet hatte. Grundlage war ein neues medizinisches Gutachten, demzufolge die 53-jährige Frau nach einer unbeabsichtigten Verletzung beim Sex an einer Lungenembolie gestorben war.

Im ersten Urteil war der Mann des Totschlags schuldig befunden worden. Die Richter hielten es für erwiesen, dass er die Frau beim Sex mit einem Gegenstand schwer verletzt und dann mit einer Decke erstickt hatte. Tatmotiv soll eine kränkende Bemerkung der 53-Jährigen gewesen sein. Die Staatsanwaltschaft hatte auch im zweiten Verfahren neun Jahre Haft für den Mann gefordert und wollte nun den Freispruch nicht hinnehmen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa/dpaweb

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