Frauenmord vom Tollensesee aufgeklärt

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Polizeitaucher suchten im Tollensesee nach weiteren Leichenteilen

Neubrandenburg - Im März trieb eine zerstückelte Frauenleiche in einem See in Mecklenburg-Vorpommern. Jetzt ist der Mörder gefasst worden.

Der Täter war der 69 Jahre alte Ehemann des Opfers, sagte Oberstaatsanwalt Gerd Zeisler am Mittwoch. Der Rentner habe seine 68 Jahre alte Ehefrau Ende 2011 getötet, die Leiche zerstückelt und unter anderem in den Tollensesee geworfen. Dort und im Neubrandenburger Mühlenteich waren seit Jahresbeginn immer wieder Leichenteile gefunden worden.

Der Mörder lebt nicht mehr: Er nahm sich vor einer Woche das Leben. Vermutlich habe der Fahndungsdruck ausgelöst von einem Massen-Gentest den Mann zum Suizid getrieben, sagte Zeisler. Ein DNA-Test bestätigte nach Angaben der Ermittler, dass es sich um den Täter handeln muss. Die Polizei hatte DNA-Spuren an Plastiktüten gefunden, mit denen die Leichenteile zum See gebracht worden waren.

Der Mann habe zurückgezogen mit seiner Frau in einem Mehrfamilienhaus in Neubrandenburg gewohnt. Das Verschwinden der Frau sei nicht aufgefallen, weil der Rentner in der Nachbarschaft erzählt hatte, seine Frau müsse in Berlin ihre Schwester pflegen. Später hieß es, seine Frau sei zur Kur. Das Motiv sei noch nicht geklärt, auch der genaue Tatort und die Todesursache der Frau sind noch ungewiss. „Die Wohnung war sehr sauber, kaum Spuren“, sagte der Leiter der Mordkommission Frank Taggesell.

dpa

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