Frodo ist idealer Partner bei der Vorbereitung von Langstreckenläufen

Triathlet Klaus Purwin und Frodo: Sie trainieren seit langem gemeinsam. Foto: Mangold

Klaus Purwin aus Baunatal gehört zu den zehn schnellsten Triathleten der Welt in seiner Altersklasse. Sein Hund hat ihm dabei geholfen.

Vor zehn Jahren begann der heute 58-Jährige mit dem Laufen. Nach einem Skiunfall setzte er sich während der Genesungszeit das Ziel, an einem Triathlon teilzunehmen und ergänzte seinen Trainingsplan um Radfahren und Schwimmen. „Und dann kam der Hund“, erinnerte sich Purwin.

Den Rassemix aus Deutsch-Kurzhaar und Wachtelhund mit den großen Pfoten wollten Ehefrau und Tochter gerne haben, doch das Gassi-Gehen blieb immer öfter am Familienvater hängen. Zunächst störte ihn der Welpe beim Training: Der Hund schnupperte lange an einem Baum und sprintete dann plötzlich 100 Meter weiter, um wieder zu schnuppern.

Klaus Purwin passte sein Training notgedrungen an. Wenn der Hund stehen geblieben sei, habe er sämtliche Übungen des Lauf-ABCs absolviert, berichtete er. Rannte der Hund wieder los, wäre er hinterher gespurtet.

Die ungewöhnlichen Trainingseinheiten zeigten überraschend gute Ergebnisse: Bei seinem ersten Triathlon an der Borkener Stockelache wurde Purwin Vierter seiner Altersklasse und Hund Frodo erwartete sein Herrchen am Ziel.

Später, als erwachsener Hund, brauchte Frodo viel Bewegung, lief gerne lange Strecken in schnellem Tempo und begleitete sein Herrchen täglich beim Lauftraining. Der Hund helfe dabei, den inneren Schweinehund zu überwinden und länger durchzuhalten, erklärte Purwin.

Und seine Sichtweise auf Hunde habe sich verändert. Früher habe er gedacht: „Hoffentlich ist es ein Lieber“, wenn ihm beim Lauftraining ein Vierbeiner ohne Leine begegnete. Heute wisse er, dass vernünftige Hundehalter stressfreie Spaziergänge schätzten und nur Hunde von der Leine ließen, die harmlos seien.

Inzwischen hat Purwin seine Apotheke verkauft und nimmt an mehreren Triathlon-Wettkämpfen im Jahr teil. Er wurde 2007 Vize-Europameister auf der Triathlon-Langdistanz und Dritter bei der Weltmeisterschaft 2010. In diesem Jahr möchte er in Alpe d’Huez starten und nächstes Jahr am Hawaii-Ironman teilnehmen.

Und auch wenn Frodo mit seinen inzwischen neun Jahren aufgrund einer Wirbelsäulenverknöcherung nicht mehr mit trainieren kann, motiviert er sein Herrchen mit entspannenden Spaziergängen, ist beim Athletiktraining im Keller dabei und fährt mit zu den Wettkämpfen. „Er war der ideale Laufpartner“, sagte Klaus Purwin. „Er hatte immer Zeit und Lust zu Laufen, wenn ich auch Zeit hatte.“

Von Bettina Mangold

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