Briten kommen günstig davon

200.000 Dollar: Eltern wird Rechnung für Frühgeburt in New York erlassen

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Die jungen Eltern Katie Amos und Lee Johnston mit ihrem Sohn Dax, der in New York zu früh das Licht der Welt erblickte.

London/ New York. Ein britisches Paar macht Urlaub in New York, als ihr Baby zu früh auf die Welt kommt. Der Klinikaufenthalt kostet 200.000 Dollar - doch das Krankenhaus will den Eltern jetzt die Rechnung erlassen.

"Die Klinik hat gesagt, dass sie mit der Reiseversicherung zusammenarbeitet um sicherzustellen, dass sie überhaupt nichts zahlen müssen", sagte am Samstag ein Freund der beiden, der eine Spendenseite im Internet eingerichtet hatte.

Einen letzten Urlaub wollten die beiden Briten Katie Amos und ihr Verlobter Lee Johnston in New York verbringen, bevor ihr gemeinsames Kind auf die Welt kommen sollte. Ihr Arzt gab grünes Licht für die Reise. Doch dann kam alles anders als gedacht: Der kleine Dax Johnson erblickte am 28. Dezember, 11 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin, das Licht der Welt - in New York statt im britischen Heimatort seiner Eltern.

Bis zum 10 März muss Dax im Krankenhaus bleiben, seine Eltern wollen die Zeit bei ihrem Sohn verbringen. Eine teure Sache, den mit 200.000 Dollar (umgerechnet etwa 166.000 Euro) rechnen die beiden allein für den Klinikaufenthalt. Eine Summe, die sie wohl niemals aus eigener Kraft hätten zahlen können.

Der Fall sorgte Weltweit für Aufsehen, weil die Eltern einen Spendenaufruf unter anderem über Facebook starteten. Menschen in Asien und Europa erfuhren vom Schicksal der kleinen Familie und wollten helfen. Um die Klinikrechnung kommen die jungen Eltern jetzt herum. Das Krankenhaus habe mit dem Erlass der Rechnung auf die weltweite Aufmerksamkeit reagiert, sagte der Freund der Familie am Samstag. 

Doch die Spendenaktion läuft trotzdem noch weiter, denn neben der Krankenhausrechnung kommen weitere Kosten auf Amos und Johnston zu: Leben und Wohnen in New York müssen bezahlt werden, dazu kommt der Arbeitsausfall, den Lee als Selbständiger nicht bezahlt bekommt.

Für die Spendensammlung erfahren die beiden nicht nur Unterstützung. Viele Nachrichten seien eingegangen, schreiben die Eltern auf Facebook, in denen Menschen den Abbruch der Aktion fordern, weil die größte Rechnung vom Krankenhaus übernommen werde. Der Vorwurf: Man wolle sich an der Großzügigkeit anderer bereichern. Doch Amos und Johnston haben versprochen, dass alles Geld, das am Ende übrig bleibt, gespendet wird.

Trotz aller Probleme haben Dax' Eltern ihren Humor jedoch nicht verloren. So sagte Lee Johnston der britischen Zeitung Mirror, da sin Sohn durch seine Geburt in New York ja nun amerikanischer Staatsbürger sei, könne er ja später einmal US-Präsident werden, wenn er alt genug sei.

Von Moritz Schäfer

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