Österreich: Darf ein Bier "Fucking Hell" heißen?

Fucking - Gelächter und geklaute Ortsschilder sind die Menschen aus dem oberösterreichischen Ort Fucking längst gewöhnt. Aber jetzt sorgt ein neues Bier für Wirbel. Sein Name: "Fucking Hell"

"Fucking ist im Englischen das Gerundium zum Verb to fuck, einer derben Bezeichnung für die Ausübung des Geschlechtsaktes", weiß die Internet-Enzyklopädie Wikipedia. Weil aber auch ein Ort in Oberösterreich so heißt, sind dessen Bewohner Hohn und Spott längst gewöhnt.

Die skurrilsten Ortsnamen in Deutschland

Bieselbach: Der Ort liegt im Landkreis Augsburg und ist ein Ortsteil der Gemeinde Horgau. Bürgermeister Thomas Hafner die Namensherkunft: "Zwischen 1126 und 1179 tauchen verschiedene Urkunden in Augsburg auf. Da wird immer wieder ein Markgraf 'de Puzielenbach' erwähnt, das hat sich abgewandelt, und so ist der Name Bieselbach entstanden." © mol
Die skurrilsten Ortsnamen in Deutschland
Busendorf ist ein Ortsteil der Gemeinde Rattelsdorf im oberfränkischen Landkreis Bamberg. Der Name ist aus der Lage des Ortes zu erklären, da Busendorf auf einem weit in das Itztal vorgeschobenen Landbusen liegt. Übrigens gibt es auch in Brandenburg ein Busendorf. © mol
Die skurrilsten Ortsnamen in Deutschland
Katzenhirn ist ein Ortsteil der Gemeinde Mindelheim im Unterallgäu. © mol
Kotzendorf gehört zur Gemeinde Königsfeld in Oberfranken im östlichen Landkreis Bamberg. "Kotze" bezeichnete früher grobe Wollkleidung. Die Kotze (auch Kotzen) ist ein aus grobem Wollzeug bzw. Loden gearbeiteter ponchoartiger Überwurf ohne Ärmel. © mol
Pumpernudl ist ein Ortsteil der Gemeinde Rudelzhausen im Landkreis Freising. Kreisheimatpfleger Rudolf Goerge hat folgende Erklärung für den Namen: Demnach ist der Name Pumpernudl seit 1491 bekannt und stammt von einem Herrn namens "Hans der Pumperlurer". © mol
Pups ist ein Ortsteil der Gemeinde Feldkirchen-Westerham im Landkreis Rosenheim. © mol
Im Norden Bayerns, bei Hof, liegt der Ortsteil Schnarchenreuth. Vermutlich hat der erste Siedler, der sich hier niedergelassen hat, der Gemeinde seinen Namen gegeben. Er nannte sich Schnarcho. Und 'reuth' heißt soviel wie roden. © 
Das Dorf Sixtnitgern liegt bei Odelzhausen im Landkreis Dachau. Elisabeth Kappes, die Kulturbeauftragte von Odelzhausen, erklärt die Entstehung des Ortsnamens: "Man behauptet, dass der Ort auf einem 'Gerngrundstück' steht, also einem dreieckförmigen Grundstück, mit verschiedenen Schenkellängen. Und auf diesem Gerngrundstück ist angeblich mal eine Sixtuskapelle gestanden." © 
Thomasgschieß ist ein Ortsteil der Marktgemeinde Eslarn in Bayern. © mol
Ursulapoppenricht liegt im Landkreis Amberg-Sulzbach (Oberpfalz). Der Name setzt sich aus zwei Teilen zusammen. Ursula bezieht sich auf Sankt Ursula, die Dorfkirche. Poppenricht geht vermutlich auf den Bamberger Ministerialen Poppo von Stierberg, der die Villa 'Poppenreuth' im Jahre 1216 dem Kloster Prüfening abtrat." © mol
Die skurrilsten Ortsnamen in Deutschland
Und hier noch weitere skurille Ortsnamen aus Deutschland. Lederhose ist eine Gemeinde im Landkreis Greiz in Thüringen. Der Ortsname hat nichts mit der bayerischen Tracht zu tun, sondern geht zurück auf eine slawische Siedlung mit Namen Lidoraz, Ledoraz bzw. Ludoraz. © mol
Die skurrilsten Ortsnamen in Deutschland
Ehrenzipfel ist ein Ortsteil der Gemeinde Breitenbrunn im sächsischen Erzgebirgskreis. Der Ortsname entstand aus eine volkstümliche Bezeichnung. "Ehren" ist eine verschliffene Form des Wortes "Irre". Ehrenzipfel verdankt seinen Namen der Form seiner Flur, die als "Zipfel" von Oberrittersgrün aus "in die Irre" führt. © mol
Die skurrilsten Ortsnamen in Deutschland
Oberhäslich ist ein Ortsteil der Gemeinde Dippoldiswalde. Der Ortsname bedeutet ursprünglich "Ort am Haselbusch". © mol
Die skurrilsten Ortsnamen in Deutschland
Kotzen ist eine Gemeinde in Brandenburg. Der Name Kotzen ist wahrscheinlich eine Ableitung aus dem Slawischen und bedeudet so viel wie Faser oder Pflanze. © mol
Die skurrilsten Ortsnamen in Deutschland
Kuhbier ist ein Ortsteil der Gemeinde Groß Pankow in Brandenburg. © mol
Die skurrilsten Ortsnamen in Deutschland
Ortsteil der Stadt Ehingen im Südosten Baden-Württembergs. © mol
Die skurrilsten Ortsnamen in Deutschland
Sexau ist eine Gemeinde im Landkreis Emmendingen in Baden-Württemberg. Der ursprünglichen Einteilung der Gemeinde in sechs Auen entstammt ihr heutiger Name Sexau. © mol
Die skurrilsten Ortsnamen in Deutschland
Witzwort (dänisch Vitsvort) ist eine Gemeinde im Kreis Nordfriesland in Schleswig-Holstein. © mol
Die skurrilsten Ortsnamen in Deutschland
Diesen Ort gibt es sogar zweimal, und zwar in Rheinland-Pfalz. Zum einen ist Langweiler eine Ortsgemeinde in der Verbandsgemeinde Herrstein im Landkreis Birkenfeld. Außerdem gibt es Langweiler noch in der Verbandsgemeinde Lauterecken im Landkreis Kusel. © mol
Die skurrilsten Ortsnamen in Deutschland
Ortsteil der Gemeinde Ratekau in Schleswig-Holstein. © mol
Die skurrilsten Ortsnamen in Deutschland
Linsengericht ist eine Gemeinde in Hessen. Für die Entstehung des Namens sind verschiedene Erklärungen bekannt: Einer wahrscheinlichen Deutung nach, soll der Name dadurch entstanden sein, dass dort in früheren Zeiten viel Linsen angebaut wurden. Heute noch vorhandene Flurbezeichnungen (Linsenacker, Linsenrain, Linsengraben) deuten auf die Richtigkeit dieser Vermutung hin. © mol
Die skurrilsten Ortsnamen in Deutschland
Petting ist eine Gemeinde im oberbayerischen Traunstein. Der heutige Name des Dorfes stammt wahrscheinlich vom bajuwarischen Urvater Petto, die Endsilbe „ing“ bedeutet so viel wie „die Mannen des Petto“. Dort wohnte also einfach die Familie vom Petto. Andere Quellen führen die Ortsbezeichnung auf einen Ort zurück, der dem Zu- und Ablauf des Wassers unterworfen ist. © mol
Die skurrilsten Ortsnamen in Deutschland
Stadtteil von Darmstadt mit 5776 Einwohnern. Wixhausen stammt von  "Wikkenhusen", was soviel bedeutet wie "Häuser am Weier". © mol
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Sommerloch ist eine Ortsgemeinde in der Verbandsgemeinde Rüdesheim im Landkreis Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz. Der Name bezeichnet ursprünglich eine feuchte Mulde. © mol
Die skurrilsten Ortsnamen in Deutschland
Der Ortsteil der Gemeinde Fraunberg im Landkreis Erding hat 271 Einwohner. © mol
Die skurrilsten Ortsnamen in Deutschland
Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Rosenheim. Die Herkunft des Namens geht vermutlich auf einen keltischen Ursprung zurück. ”Dun”, bedeutet dabei  ”die Erhabenheit der Erde”. Mit der Endsilbe ”-hausen”, wird der Name Tuntenhausen als Bezeichnung für ein Haus oder mehrere Häuser auf Hügeln. © mol
Die skurrilsten Ortsnamen in Deutschland
Alf an der Mosel ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Cochem-Zell in Rheinland-Pfalz.  Der Name geht auf die römische Siedlung Albis zurück. © mol
Drogen: Diese Gemeinde mit Suchtpotenzial liegt im Altenburger Land (Ostthüringen). © mol

Doch jetzt setzt eine Brauerei noch einen drauf. Ihr neues Bier heißt "Fucking Hell". Angeblich wird es von einer deutschen Firma in Fucking gebraut. Doch Bürgermeister Franz Meindl (ÖVP) sagte laut "Orf.at", dass ihm keine Brauerei in seiner Gemeinde oder im Umland bekannt sei.

Das Europäische Marken- und Patentamt hatte den Schutz des Markennamens "Fucking Hell" zunächst abgelehnt, musste dann in der Berufung aber doch nachgeben, berichtet ORF.at.

Das Lieblings-Bier der Deutschen

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Bier ist der Deutschen liebstes alkoholisches Getränk. Aber welche Marke? Das Branchenmagazin INSIDE hat die meistgetrunkenen Biermarken Deutschlands 2008 (nach Verkäufen inkl. Mischgetränken) ermittelt. Auf Platz 1 ist dabei nicht etwa eine der bekannten Marke wie Beck's oder Bitburger gelandet. Die meistgetrunkene Marke verzichtet auf Werbeoffensiven. Sehen Sie hier die Top Ten. © dpa
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Platz 10: Sternburg © dpa
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(2008 verkauft: 1,64 Millionen Hektoliter Bier) © dpa
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Platz 9: Radeberger © dpa
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(2008 verkauft: 1,79 Millionen Hektoliter Bier) © dpa
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Platz 8: Paulaner © dpa
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(2008 verkauft: 2,17 Millionen Hektoliter Bier) © dpa
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(2008 verkauft: 2,56 Millionen Hektoliter Bier) © dpa
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Platz 6: Hasseröder © dpa
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(2008 verkauft: 2,63 Millionen Hektoliter Bier) © dpa
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Platz 5: Beck's © dpa
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(2008 verkauft: 2,93 Millionen Hektoliter Bier) © dpa
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Platz 4: Warsteiner © dpa
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(2008 verkauft: 2,98 Millionen Hektoliter Bier) © dpa
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Platz 3: Bitburger © dpa
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(2008 verkauft: 3,86 Millionen Hektoliter Bier) © dpa
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Platz 2: Krombacher © dpa
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(2008 verkauft: 5,45 Millionen Hektoliter Bier) © dpa
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Platz 1: Oettinger © dpa
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Das Billigbier ist auf Platz 1! Die bayerische Privatbrauerei Oettinger setzte 2008 nach Informationen des Branchenmagazins INSIDE 6,6 Millionen Hektoliter ihrer Stammmarke ab. © dpa
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Prost! © dpa
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Der Ortsname Fucking ist offenbar aus dem Personennamen Focko abgeleitet. Auch andere Orte wie Kissing, Petting und Pissen haben ihre liebe Not mit der Doppeldeutigkeit ihrer Namen.

pv

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