Südwestfrankreich

Fünf Babyleichen entdeckt: Mutter unter Verdacht

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In diesem Haus wurden die fünf Babyleichen entdeckt.

Bordeaux - Nach dem Fund von fünf Babyleichen im Haus einer Familie in Südwestfrankreich hat die Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren gegen die Mutter eingeleitet.

Die 35-jährige Frau, die derzeit in einer psychiatrischen Klinik behandelt wird, stehe unter Mordverdacht, teilte die Staatsanwaltschaft in Bordeaux am Samstag mit. Gegen den Vater wird demnach wegen der Vertuschung von Verbrechen ermittelt. Er wurde bereits einem Ermittlungsrichter vorgeführt.

Die fünf Babyleichen waren am Donnerstag in der Ortschaft Louchats südlich von Bordeaux entdeckt worden. Der 40-jährige Ehemann hatte am Morgen eine erste Leiche eines Neugeborenen in einer Kühltasche gefunden und die Polizei alarmiert. Bei einer Hausdurchsuchung fanden die Beamten vier weitere Babyleichen in einer Kühltruhe.

Die 35-jährige Mutter entband die Babys nach Angaben aus Ermittlerkreisen vermutlich alleine zu Hause. Die Frau, die mit ihrem Ehemann zwei Töchter im Alter von 14 und 17 Jahren hat, wurde zuerst in eine Klinik in Bordeaux und dann in die Psychiatrie gebracht. Der Familienvater, ein Landarbeiter, wurde in Polizeigewahrsam genommen.

Sollte die Frau ihre Kinder tatsächlich nach der Geburt getötet haben, wäre es der schlimmste Fall von Kindstötung in Frankreich seit Jahren. 2010 waren im nordfranzösischen Villers-au-Tertre acht Babyleichen entdeckt worden. Ihre Mutter gab zu, die Kinder kurz nach der Entbindung erstickt zu haben.

AFP

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