Fünf Costa-Concordia-Angestellte verurteilt

Grosseto - Fünf Angestellte des Kreuzfahrtunternehmens Costa Crociere sind im Zusammenhang mit der Havarie der „Costa Concordia“ wegen Totschlags verurteilt worden.

Im Zusammenhang mit der Havarie der „Costa Concordia“ hat ein italienisches Gericht fünf Angestellte des Kreuzfahrtunternehmens Costa Crociere am Samstag wegen fahrlässiger Tötung zu Haftstrafen verurteilt. Die mit 34 Monaten längste Strafe wurde gegen den Krisenkoordinator von Costa Crociere verhängt. Der Hoteldirektor des Schiffes erhielt eine 30-monatige Haftstrafe, zwei Brückenoffiziere und ein Steuermann zwischen 20 und 23 Monate.

Die Urteile vor einem Gericht in Grosseto kamen nach einer Verständigung zwischen Verteidigung und Staatsanwaltschaft zustande. Der Prozess gegen den Kapitän der „Costa Concordia“, Francesco Schettino, läuft unabhängig davon. Der Kapitän sieht sich selbst als Sündenbock, weil den übrigen Angeklagten eine solche Verständigung mit relativ milden Haftstrafen ermöglicht wurde, ihm aber nicht.

Die „Costa Concordia“ war im Januar 2012 mit 4200 Passagieren an Bord vor der Insel Giglio auf ein Riff aufgelaufen und gekentert, 32 Menschen kamen ums Leben. Kapitän Schettino muss sich unter anderem wegen fahrlässiger Tötung und vorzeitigen Verlassens des Schiffs vor Gericht verantworten. Insgesamt droht ihm eine Haftstrafe von bis zu 20 Jahren, falls er in allen Anklagepunkten für schuldig befunden wird.

In dem Prozess, der voraussichtlich bis nächstes Jahr dauern wird, wirft ihm die Staatsanwaltschaft vor, das Schiff zu nahe an die felsige Küste der toskanischen Insel Giglio gesteuert zu haben. Schettino hat die Vorwürfe zurückgewiesen und erklärt, dass das Riff vor Giglio nicht in seinen Seekarten eingezeichnet war.

Der Felsen hatte einen 70 Meter langen Riss in den Rumpf des Kreuzfahrtschiffes gerissen, wodurch Wasser ins Innere strömte und das Schiff zur Seite kippte. Das Wrack liegt noch immer vor der Küste der toskanischen Insel im Wasser.

AP

Rubriklistenbild: © AFP

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