Fünf Menschen ersticken in Dampfsauna

Guatemala-Stadt - Ein Familienvater, dessen zwei Söhne und zwei Verwandte sind in einer traditionellen Dampfsauna qualvoll erstickt. Die Polizei ermittelt nun, warum die Opfer nicht rechtzeitig ins Freie konnten.

Fünf Menschen sind im Norden Guatemalas nach Behördenangaben in einer traditionellen Dampfsauna erstickt. Der Zwischenfall in dem sogenannten Temascal ereignete sich am Wochenende im Indiodorf San Ildefonso Ixtahuacán rund 300 Kilometer nördlich der Hauptstadt Guatemalas. Bei den Opfern handelt es sich um einen Familienvater, dessen zwei Söhne und zwei Verwandte.

Sie hatten den Temascal betreten, um dort ein Schwitzbad zu nehmen. In der Maya-Kultur dient dies der rituellen Reinigung. Offenbar wurde aber auch Rauch in den Innenraum des wie ein Iglu geformten Bades geleitet, so dass die Badenden in dem engen Raum erstickten. Es war zunächst nicht klar, warum sie den Raum nicht rechtzeitig verlassen konnten. Die Polizei schloss am Montag auf Anfrage aus, dass es sich bei der Tragödie um einen Lynchmord handeln könnte.

dpa

Rubriklistenbild: © Jens Schierenbeck/dpa/tmn (Symbolbild)

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