Ex-Neonazi löscht Familie aus und tötet sich selbst

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Polizeibeamte am Tatort in Phoenix.

Los Angeles - Bei einer Schießerei in einer Kleinstadt im US-Bundesstaat Arizona sind nach Medienberichten am Mittwoch fünf Menschen ums Leben gekommen.

Ein früherer Neonazi hat in den USA vier Menschen getötet, darunter ein ein Jahr altes Mädchen. Nach Medienberichten tötete sich der 39-Jährige nach der Bluttat am Mittwoch (Ortszeit) beim Städtchen Gilbert in Arizona selbst. Bis vor zwei Jahren hatte J.T. Ready nach Angaben des Senders ABC das “Social Movement“ (“Sozialistische Bewegung“) geführt, eine Splitterpartei der Neonazis in Arizona.

Bilder vom Tatort

Tödliche Schießerei in Arizona

Die Polizei bestätigte, dass Ready unter den Toten ist und vermutlich der Schütze war. Angaben zu seinem Motiv konnte sie zunächst nicht machen. Bei den Toten handelt es sich der Zeitung “USA Today“ zufolge um eine 23 Jahre alte Frau, ihren ein Jahr älteren Freund und ihre 47 Jahre alte Mutter. Das jüngste Opfer ist die kleine Tochter der Frau, die anfangs noch lebte, aber im Krankenhaus starb. Sie wurde ein und ein viertel Jahr alt.

Ready, ein früherer Marineinfanterist, ließ sich gern mit Sturmgewehr und in Uniform ablichten. Aus seiner “Sozialistischen Bewegung“ war er ausgetreten, dafür gründete er eine Bürgerwehr, die auf eigene Faust Jagd auf Drogenschmuggler machte. Auf der Website der “U.S. Border Guard“ - trotz des offiziell klingenden Namens eine private Bürgerwehr - hieß es, man betrauere den Verlust des Gründers “und der anderen Seelen, die durch diesen so sinnlosen Akt der Gewalt ums Leben kamen“.

dpa

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