Waffendrama in Amerika

Fünfjähriger erschießt kleinen Bruder

Elmo - Schon wieder erschüttert ein Unfall mit einer Waffe Amerika: Ein Fünfjähriger hat im Bundestaat Missouri seinen neun Monate alten Bruder erschossen.

Der Junge traf das Baby tödlich in den Kopf, wie der Sender CNN und andere Medien am Dienstag unter Berufung auf die Polizei berichteten. Demnach war das Kleinkind in seinem Laufstall, als der ältere Bruder die Waffe fand.

CNN zufolge lag die Waffe auf einem Bett, dem Lokalsender Fox4 News zufolge auf einem Regal über dem Bett. Wie es hieß, geht die Polizei davon aus, dass der Fünfjährige das Baby versehentlich tötete. Ob Erwachsene zur Rechenschaft gezogen werden, blieb zunächst unklar.

Die Mutter der Kinder hatte nach dem Vorfall vom Montag in der Ortschaft Elmo die Notrufnummer gewählt. CNN zufolge meldete sie, das Baby sei vom Geschoss eines Paintball-Gewehres getroffen worden. Tatsächlich habe es sich um einen Magnum-Revolver gehandelt. Der Polizei zufolge gehöre er nicht der Mutter, sondern einem Verwandten.

In den USA mit ihrem äußerst liberalen Waffenrecht kommt es immer wieder zu tragischen Zwischenfällen mit Waffen in Kinderhänden. So hatte im Dezember ein Zweijähriger in einem Supermarkt in Idaho seine Mutter erschossen. Die Waffe steckte in der Tasche der Frau.

Auch in der ländlichen Region um Elmo gibt es in vielen Haushalten Waffen, wie der zuständige Bezirkssheriff Darren White CNN sagt. „Wir sind hier große Unterstützer von Waffen... Wir haben eine Menge Waffenbesitzer. Sie jagen damit, betreiben Schießsport. Die meisten Leute sind sehr auf Sicherheit bedacht, und dies ist einer von jenen Fällen, in denen alles auf falsche Weise zusammenkam.“

dpa

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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