Gasleck legt Hamburger Bahnhof lahm

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Wegen eines Gaslecks kam es im Feierabendverkehr in Hamburg zu chaotischen Zuständen.

Hamburg - Chaos im Feierabendverkehr: Austretendes Gas hat den Hauptbahnhof in Hamburg am Donnerstag für mehrere Stunden weitgehend lahmgelegt.

Bei Bauarbeiten hatte ein Bagger um kurz nach 16.00 Uhr nahe der Deichtorhallen eine Hochdruckleitung beschädigt. Züge im Nah- und Fernverkehr konnten den Bahnhof drei Stunden lang nicht mehr anfahren. Etwa 200 Züge waren einem Bahnsprecher zufolge betroffen. Reisende mussten auf die S-Bahn umsteigen. Nach Einschätzung der Bahn sollte sich der Zugverkehr am späten Abend wieder normalisieren.

Vor den Informationsschaltern im Hauptbahnhof hatten sich lange Schlangen gebildet. Auf den Anzeigetafeln an den Bahnsteigen zeigten die Laufbänder Verspätungen von 120 Minuten und mehr an. Die Informationen über die Verspätung wechselten vielfach, Reisende harrten Stunden in der Kälte aus, um ihren Zug nicht zu verpassen. Viele nahmen es dennoch mit Gelassenheit. Zahlreiche Pendler konnten auf den Bahnhof Hamburg-Harburg ausweichen.

Umliegende Gebäude wegen Explosionegefahr geräumt

Die Feuerwehr war am Nachmittag mit 35 Einsatzkräften ausgerückt. Das Gelände um die Baustelle, die etwa 100 Meter von den Schienen entfernt liegt, wurde weiträumig abgesperrt. Zudem evakuierten Einsatzkräfte zahlreiche umliegende Gebäude, weil Explosionsgefahr bestand. Wohnhäuser waren nach Angaben der Feuerwehr allerdings nicht betroffen.

Der Gasversorger schickte zudem Spezialisten, um das Leck zu versiegeln. Der Druck in der Hauptversorgungsleitung wurde sofort reduziert, wie ein Sprecher des Unternehmens sagte. Um die Erdgasversorgung der Innenstadt sicherzustellen, wurde der Druck in anderen Versorgungsleitungen erhöht. Um 19.14 Uhr war den Angaben zufolge der Gasaustritt gestoppt. Wenig später wurde der Bahnhof für den Verkehr wieder freigegeben.

dapd

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