Schreckliche Tragödie in Rheinland-Pfalz

Gefährlicher See: Schon vier Menschen beim Baden gestorben 

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Der Silbersee in Bobenheim-Roxheim

Anfang Juni kommen innerhalb kürzester Zeit im rheinland-pfälzischen Bobenheim-Roxheim zwei Männer nach Unfällen am Silbersee ums Leben – und nun die nächste tödliche Tragödie!

Ludwigshafen - Bei einem Badeunfall in der Pfalz sind drei Erntehelfer ums Leben gekommen. Das teilten die Staatsanwaltschaft Frankenthal und das Polizeipräsidium Rheinpfalz am Montag mit. Die drei Männer aus Polen hätten am Sonntagabend beim Schwimmen im Niederwiesenweiher in Böhl-Iggelheim Probleme bekommen und seien untergegangen. „Alle drei hatten Alkohol konsumiert“, hieß es in der Mitteilung. Helfer von Polizei, DLRG, Feuerwehr und Rettungsdienst bargen die Drei aus dem Badesee.

Zunächst wurden die 22, 27 und 34 Jahre alten Männern in bereits kritischem Zustand per Hubschrauber in Krankenhäuser gebracht, berichtet ludwigshafen24.de*. Dort seien sie dann im Laufe der Nacht gestorben, berichteten Polizei und Staatsanwaltschaft. Die genaue Ursache für den Badeunfall, der sich gegen 20.30 Uhr ereignet hatte, ist bislang nicht bekannt.

Es ist nicht der erste Badeunfall mit tödlichem Ausgang in diesem Jahr in Rheinland-Pfalz. Vor wenigen Tagen starb ebenfalls im Rhein-Pfalz-Kreis ein 18 Jahre alter Mann, der im Silbersee in Bobenheim-Roxheim schwimmen war. Er hatte sich etwa 25 Minuten unter Wasser befunden und starb in einer Wormser Klinik. Die näheren Umstände werden noch untersucht.

Im selben See kam Ende Mai ein 74-Jähriger ums Leben. Er verschwand unter der Wasseroberfläche und konnte von den Rettungskräften nur noch tot aus dem See gezogen werden.

Im Jahr 2017 waren nach Angaben der DLRG bundesweit 404 Menschen ertrunken. „Binnengewässer sind nach wie vor die Gefahrenquelle Nummer eins“, sagt DLRG-Präsident Achim Haag. 329 Menschen verloren ihr Leben in Flüssen, Bächen, Seen und Kanälen. Nach Angaben der Gesellschaft waren drei von vier Opfern männlich.

*ludwigshafen24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

dpa

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